Oberliga Ost 26/27
Auf- und Abstiegsregelung | Oberliga Ost beim Orakel | Staffel A beim Orakel | Staffel B beim Orakel
(Klick auf die Bilder für Galerie-Funktion
Mit den Pfeiltasten links/rechts oder Mausrad (PC) bzw. durch Links-/Rechtsklick aufs Bild (mobile Geräte) kann man durch die Galerie navigieren.)
Ergebnisse Runde 1
Ergebnisse Runde 2
Anstelle einer Vorschau
Wie schon in der vergangenen Saison ein kurzer Blick auf Zu- und Abgänge. Eine Etage höher ist diesmal nur die 2. Bundesliga Nord relevant. Dort sollte BL-Absteiger TU Dresden mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Aufsteiger SV Görlitz 1990 ist wohl einer unter vielen Anwärtern, auch wenn man sich punktuell noch einmal mit Samir Sahidi und Tom-Frederic Woelk verstärkt hat. Das Orakel geht zu 67% von 2 Absteigern aus der Oberliga Ost und zu 33% von drei Absteigern aus.
Die Oberliga Ost wird wieder ein hartes Brot und sehr viel stärker als die Ebene darunter. Wir haben zunächst die beiden Zweitligaabsteiger AEM und Aue. Erstere haben Jonas Roseneck zurück und viel intern - auch mit der II. - rochiert. Ich denke, sie können durchaus vorn eine Rolle spielen - sonst vorderes Mittelfeld.
Aue würde ich von vornherein eher im Mittelfeld verorten. Die Ungarn (zu dritt letzte Saison aber eh nur zwei Partien insgesamt) sind endgültig weg. Der Jugendbonus begrenzt sich auf Luca Englert.
Wir haben einen sehr starken Berliner Aufsteiger SSV Rotation (nicht Pankow!). GM Marco Baldauf und IM Steve Berger waren zuvor schon bekannte Gesichter der Mannschaft. Jetzt kommt mit "GingerGM" Simon Williams noch eines dazu. Aber praktisch der halbe Stamm wurde ausgetauscht: IM Mikhail Klenburg, Holger Franke und FM Vladimir Ivanov kamen ebenfalls dazu. Man wird natürlich sehen müssen, wer wie oft spielt, aber mit dem Abstieg sollte die Mannschaft wohl nichts zu tun haben und eher vorn mitspielen.
Wenn man nach Abstiegskandidaten Ausschau hält, greift wieder die alte Formel: Man muss aus der Landeshauptstadt weg in die Flächenländer schauen (zumal es bei den anderen Berliner Teams kaum Neues zu berichten gibt). Da sind zunächst die beiden Aufsteiger: Überraschungsstaffelsieger USC Magdeburg ist bei der Suche nach Verstärkungen mehrgleisig gefahren: Mit FM Matiss Mustaps wurde die lettische Schiene weiter ausgebaut - sicher auch dank Sergejs Klimakovs, der sich diesmal an 7 zurück nimmt. Ein junger vielversprechender Spieler, ist Alfred Nemitz. Er wird als FM geführt, hat aber bereits drei IM-Normen erfüllt. Mit aktuell 2395 ELO ist der Titel sicher nur eine Frage der Zeit.
Und schließlich stehen mit Alexander Onischuk und Steffen Studeny zwei Spieler aus den glorreichen Bundesligazeiten der 90er wieder im Kader. Inwieweit die Weltenbummler zum Einsatz kommenm, bleibt aber abzuwarten. Alexander ist jüngst zum Executive Director der Grand Chess Tour aufgestiegen und daher sicher gut ausgelastet.
Trotz der Verstärkungen und des Potentials der jungen Spieler werden es die Magdeburger nicht leicht haben.
Der andere Aufsteiger GW Dresden verlor endgültig IM Bitan Banerjee aus Indien. Zweifellos ein herber Verlust, da er über mehrere Jahre ein Leistungsträger an vorderen Brettern war. Letzte Saison bestritt er allerdings schon nur noch drei Partien.
Dafür gelang mit John Heinreich eine sehr wertvolle Neuverpflichtung. Ursprünglich vom SV Lengefeld kommend, hat John überraschend das Kandidatenturnier zur Deutschen Meisterschaft gewonnen. In Olomouc holte er dann seine dritte Norm und ist jetzt IM. Insgesamt steht den Dresdnern aber Abstiegskampf bevor.
Bei der SG Leipzig gibt es keine nennenswerten Veränderungen. Oleg Romanishin bestritt vergangene Saison keine Partie. Die junge Achse um Alex Dac-Vuong Nguyen, Laertes Neuhoff und Arthur Herrmann kann sicher weiter an Spielstärke zulegen und spielt folgerichtig vorn. Dennoch Abstiegskampf.
Fazit: Die Liga ist noch einmal stärker geworden. Wenn es schlecht anläuft, kann es auch mal für eine etablierte Mannschaft eng werden.
Deutlich weniger gibt es aus der 2. Ebene zu berichten. Hier setzt man auf Kontinuität.
In Staffel A sieht das Orakel einen Zweikampf zwischen dem Erfurter SK und der SG 1871 Löberitz mit leichten Vorteilen für die Erfurter. AE Magdeburg II kann an guten Tagen aber auch jedem gefährlich werden. Ein bis zwei Spieler wird man allerdings wohl jeweils an die I. abgeben müssen.
Beim Erfurter SK hat sich FM Richard Scheftlein wieder in Richtung Heimat Meiningen verabschiedet. Jugendespieler Anton Belin ist dafür zurück und wohl guter Ersatz. Stark zugelegt hat zuletzt Paul Seinsoth (9/9 in der Thüringenliga!).
Die SG Löberitz stellt ihre Neuzugänge Emīls Jānis Mieriņš und Zsigmond Szajbély hier kurz vor. Damit soll mehr Stabilität in den Kader kommen.
Bei den anderen Mannschaften gibt es wenig Neues zu vermelden. Empor Erfurt verlor Jasper Heinke an die SG Leipzig.
Das Mittelfeld ist gewohnt klein. Nach den bereits genannten Mannschaften rangiert hier der SK Dessau, der mal wieder Mykhailo Bilous (inzwischen IM) aufgestellt hat.
Nach entsprechender Absicherung nach unten kann man wohl noch die Saalespringer und Sangerhausen zum Mittelfeld zählen.
Ansonsten sehe ich die Naumburger im Abstiegskampf mit den restlichen Thüringer Teams. Das Orakel geht mit hoher Wahrscheinlichkeit von zwei Absteigern aus.
In der B-Staffel sehe ich TU Dresden II trotz der Unwägbarkeiten der II. Mannschaft als favorisiert an.
Das Orakel sieht Plauen nur dicht dahinter, aber man wird sicher nicht immer mit geballter GM-Power antreten. Außenseiterchancen hat Rüdersdorf und bei sehr gutem Lauf eventuell Eiche Reichenbrand.
Bilder (in der Reihenfolge der Verwendung)
Samir Sahidi
Lichess
Simon Williams
Wikipedia: Schachgroßmeister Simon Williams (*1979) während der London Chess Classic 2016
Flickr user Wolfgang Jekel
Alexander Onischuk
Wikipedia: Onischuk in 2022
Anna solod - Own work
John Heinrich
Deutscher Schachbund
Emīls Jānis Mieriņš, Zsigmond Szajbély: eigener Bestand
« Oberliga 25/26 | » Oberliga 27/28 | Zum Seitenanfang | Datenschutz | Impressum