6. Runde: SC Rotation Pankow - SG 1871 Löberitz 4,5:3,5

Robert und ein Blick in den Reitersaal Nachdem wir im Januar gegen unseren Reisepartner und Konkurrenten um den Klassenerhalt die SG Leipzig verloren hatten, spielten wir am 7. Spieltag der Oberliga gegen Rotation Pankow. Pankow verlor bisher nur gegen den Tabellenführer aus Görlitz, sodass uns bewusst war, dass wir es mit einem schwierigen Gegner zu tun haben würden.
Ihr Berichterstatter hatte Weiß gegen den erfahrenen GM Igor Glek, der zu seiner erfolgreichsten Zeit auf Platz 12 der Weltrangliste stand und kürzlich in eigener Abwesenheit zu 4 Jahren Haft in Russland verurteilt wurde, da er eine Friedensinitiative unterstützte. Im angenommenen Damengambit wurden zügig die Damen getauscht, worauf sich auf Remis geeinigt wurde.

Alex hatte Schwarz in einem Sizilianer mit Lb5+. Während Weiß zügig rochierte, blieb der schwarze König zunächst in der Mitte und er suchte Gegenspiel am Königsflügel mit h6/g5. Unser Neuzugang verpasste die Möglichkeit, mit f3 einen Bauern zu geben, was mit einer Initiative und großartigem Spiel verbunden gewesen wäre. In Zeitnot unterliefen ihm leider ein paar Ungenauigkeiten, was zum vollen Punkt für FM Przybylski führte.
Robert und ein Blick in den Reitersaal An Brett 3 erwiderte Sebis Gegner IM Konopka auf 1.e4 mit der Skandinavischen Verteidigung, gefolgt vom Rückzug der Dame über a5 nach c7. Weiß brach früh mit d5 im Zentrum durch, jedoch konnte Schwarz seine Eröffnungsprobleme lösen und es entstand ein ausgeglichenes Mittelspiel. Aufgrund eines unachtsamen Moments verlor Sebi durch einen Spieß eine Qualität und einen Bauern. In typischer Sebi-Manier gab er nicht auf, kämpfte weiter und konnte nach einem Gegen-Einsteller seines Gegners die Qualität zurückgewinnen. Im sich anschließenden, praktisch schwer zu verteidigenden Endspiel übersah IM Konopka, dass die Stellung bereits drei Mal auf dem Brett war, sodass die Partie Remis gegeben wurde.

Jann hatte Schwarz in einem Holländer gegen FM Neumeier. Es tauschten sich früh zwei Leichtfigurenpaare und der notorisch schwache weißfeldrige Läufer begann zu leben. Der Löberitzer bekam nach und nach mehr Spiel am Königsflügel, so dass der weiße König nach e1 laufen musste. Nachdem ein schwarzer Turm auf f2, sowie eine Dame auf h2 auftauchten, stand Weiß vor der Wahl Material abgeben zu müssen oder Matt zu gehen. Punkt für Löberitz!
Zwei ehemalige Ewta-Fighter: Normi, Benji Normi stand aus der Eröffnung heraus leicht besser, mit mehr Raum und ohne ersichtliches Gegenspiel für Schwarz. Beide Seiten blieben am Anfang des Mittelspiels mit den Schwerfiguren und zwei Leichtfiguren übrig. Nach ruhigem Spielverlauf einigte man sich friedlich.

Der immer gut vorbereitete Böhmi bekam es mit Schwarz mit Caro-Kann Abtausch zu tun. Weiß wählte einen Aufbau mit frühen f4. Christian konnte zunächst seine Eröffnungsprobleme lösen, so dass sein Gegner im frühen Mittelspiel mit einem Springer auf b1 zurückblieb. Es folgten wilde Verwicklungen, bei denen beide Spieler den König des jeweils anderen attackierten. In Zeitnot verpasste Böhmi in einer scharfen Stellung eine Möglichkeit, um eine unklare, aber objektiv ausgeglichene Stellung zu erhalten. FM Guth konnte durchbrechen und entscheidend Material gewinnen, so dass Christian sich geschlagen geben musste.

Holly vs. Michael Müller Holly spielte Reti mit Weiß. Er erhielt eine für Reti typische, leicht angenehmere Stellung, ohne wilde Verwicklungen oder grobe Ungleichgewichte. Nachdem sich die Damen tauschten, verblieb Weiß mit hängenden Bauern. Die hängenden Bauern gaben ihm Einfluss im Zentrum, jedoch ließen sie sich nicht nach vorne bewegen, ohne Felderschwächen zurück zu lassen. Insbesondere tauschten sich die Damen, was ihm auch keine Angriffsmöglichkeiten gegen den schwarzen König mehr gab. Nachdem weitere Figuren getauscht wurden, einigte man sich friedlich.

FM Seils wählte gegen Frido einen ruhigen Aufbau. Das Gleichgewicht war nie nachhaltig gestört, da unser Mannschaftskapitän sehr umsichtig agierte.
Speisen beim Schrägen Im Mittelspiel versuchte Weiß mit Lh6 den fianchettierten Läufer auf g7 abzutauschen und zusätzlich mit einem Turmschwenk nach e4, sowie geplantem h4 gegen den weißen König zu spielen. Frido hatte die Möglichkeit, eine Qualität für das Läuferpaar und einen Bauern zu geben. Dies hätte ihm a la Petrosian objektiv Ausgleich und praktisch bessere Chancen gegeben, da die Bauernmasse im Zentrum den weißen Figuren den Raum und den Türmen die offenen Linien genommen hätte. Im anschließenden Endspiel versprach der weiße Springer gegenüber dem schwarzen Läufer keinen Vorteil, so dass die Partie im Remis endete.

Am Ende verloren wir mit 4,5: 3,5 denkbar knapp gegen die Elo-technisch favorisierten Berliner. In derart engen Mannschaftskämpfen bedarf es neben einer geschlossenen Mannschaftsleistung eben auch des Beistandes von Caissa, um etwas Zählbares zu holen. Trotz unserer soliden Performance reichte es am Ende nur äußerst knapp nicht.
Jann wird berichten, wie wir uns im darauffolgenden Mannschaftskampf gegen Görlitz geschlagen haben.

Robert

  SC Rotation Pankow SG 1871 Löberitz 4,5:3,5
1 GM Glek, Igor FM Stein, Robert ½
2 FM Przybylski, Wojciech FM Kitze, Alexander 1-0
3 IM Konopka, Michal Pallas, Sebastian ½
4 FM Neumeier, Lars CM Tiark, Jann-Christian 0-1
5 FM Dauth, Benjamin Schütze, Norman ½
6 FM Guth, Thomas Böhm, Christian 1-0
7 Müller, Michael Pröhl, Holger ½
8 FM Seils, Jörg Mertens, Fridolin ½

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