1. Runde: Spielbericht SK Dessau - Löberitz I 2:6

Lukass ist die Nr. 9 Zum Zehnten Zehnten zehn Uhr zehn, zog ich zielstrebig zum Zug nach Magdeburg, um dort im Zweikönigsspiel Züge zu zelebrieren.

Die erste Doppelrunde bereitete mir als ML durch die Ländermeisterschaft, einen Halbmarathon in Leipzig, einen Umzug in die Hauptstadt und einen Abend von erlesenem poetischem Hochgenuss für die feingeistige Gesellschaft Düsseldorfs schon Wochen zuvor Kopfzerbrechen. Denn Aufgrund all dieser Parallelveranstaltungen konnten unsere Starspieler nicht alle kommen. Darum war ich sehr dankbar, dass sich Emils, unser lettischer Neuzugang, kurz nach seiner Kreuzfahrt von Tallinn nach Stockholm auf den Weg in die beschauliche Sachsen-Anhaltinische Hauptstadt Magdeburg aufmachen würde. Mit Ach und Krach, konnten wir also 7 motivierte Spieler und mich an die Bretter gegen Dessau bringen.
Sven schiedst schon wieder für Löberitz Zu meiner Überraschung wurde ich nicht lange mit herausfordernden Zügen am Brett gequält. Harald, der sich aufgrund früherer Vereinszugehörigkeit selbst gern als größten Löberitz Fan bezeichnet, bot mir in ausgeglichener Stellung früh Remis, was ich dankend annahm.

An weiteren Brettern kamen und gingen recht früh weitere Gebote, aber es überwog dann doch der Kampfgeist und jede andere Stellung wurde ausgekämpft.
Zsigmond auf dem Acker gegen Toni? Emils spielte eine lange Theorievariante gegen Michael Becker, ich habe nicht ganz mitgekommen wie eröffnet wurde - aber als ich Stellungsbewertend am Brett vorbeilief, hatte Emils zwei solide Mehrbauern.&xnbsp;Unwissend, dass nach 40 Zügen Bonuszeit gutgeschrieben wird, gab Emils im Eifer des Gefechts einen Bauern zurück, was die Stellung eigentlich wieder in die Remisbreite buchsierte. Irgendwie schaffte er es aber doch das Turmendspiel sauber zu einem Sieg zu bringen.

Zsigmond hingegen stand nach der Eröffnung schon auf dem Acker. Im Sizilianisch ging ihm durch Zugumstellung ein Tempo verloren und die schwarze Stellung drohte auseinanderzufallen.&xnbsp;Toni opferte eine Figur und die Partie wurde komplett undurchsichtig. Am Ende wurde der weiße Vorteil egalisiert und mit Mehrmaterial bekam Zsigmond die Oberhand.

Gedi und Micha im Sonntagsparallelkampf Ein weiteres Evergreen im Streit Löberitz gegen Dessau ist Pallas - Schubert. Gefühlt treffen diese beiden immer aufeinander. Auch Schubert opferte einen Offizier im Streben nach schnellem Matt. Vermutlich war das Opfer sogar korrekt, da Sebis Figuren zudem alle unkoordiniert am Bettrand schmachteten. Matt wurde jedoch nicht gefunden und so konnte Sebi seine Stellung ganz langsam Schritt für Schritt aus der Misere ziehen. Auch hier setzte sich das Material am Ende durch.
Ein anderes Bild bei Jann. Hier wurde ein Holländer auf den 64-Feldern zelebriert.&xnbsp;Schwarz konnte sich im Verlauf die offene Linie sichern und mit seinem Turm ins Feindesland eindringen. Nach einer Abwicklung konnte sich Weiß nicht mehr erholen. 4-0 an den ersten Brettern bildeten ein herausragendes Ergebnis für unsere Mannschaftsspitze.

Norman spielte gegen Rainer Erler.
Reyk und Iziaslav schließen Frieden Auch hier habe ich nicht so viel mitbekommen. Anfangs stand Norman wohl unter Druck, konnte in einem komplizierten Mittelspiel aber einen Bauern einsammeln. Mit vorteilhafter Stellung ging es dann Richtung&xnbsp;Zeitkontrolle. Im Verlauf vergab Norman jedoch die Chance auf siegträchtigen Vorteil und Erler konnte Dauerschach geben.

Bei Elina tauschten sich schnell viele Figuren. Ich glaube, dass hier die Remisbreite&xnbsp;nie verlassen wurde. Quasi zeitgleich mit Elina einigte sich auch Reyk mit seinem Gegner auf Remis. Hier schob sich das Zentrum frühzeitig zu und Reyk konnte eine Auffangstellung um seine Bauernkette etablieren. Leibovitch fand keinen geeigneten Hebel zum Durchkommen und so war der Remisschluss nicht überraschend.&xnbsp;

Nicos Vermächtnis: One Round Der 6-2 Sieg wurde dann im Maharadscha Palace gebührend mit Mangolassi und ausreichend Papadam gefeiert. Flash, der als Ehrengast aus der ersten Magdeburger Mannschaft zum geselligen Beisammensein dazukam, verriet uns leider nicht die geheime Aufstellung, mit der Magdeburg 2 am nächsten Tag gegen uns spielen sollte.
Während sich Sebi vorbildlicherweise nach dem Essen schon auf den nächsten Tag vorbereitete, traf ich mich noch mit Zsigmond, Emils und Jann&xnbsp;in der Jugendherberge auf einen kleinen Spieleabend. Gespielt wurde das von Nico persönlich redaktionierte Spiel One Round, was uns einiges Triviawissen über Hannah Montana und irgendwelche TikTok Stars (und keine Rallyefahrerinnen)&xnbsp;abforderte.&xnbsp;Jann schaffte es sogar sich selbst zu betrügen und sowohl sich selbst als auch uns an der Nase herumzuführen, um den Gewinnzug durchzuführen. Zuvor hatte er schon prophetisch die 42 als Antwort auf alle Fragen genau in dem Zug vorhergesagt, als Zsigmond diese gezogen hatte. Nach diesem epischen Abschluss wurde sogar noch ein Similo Halloween gelöst, obgleich niemand so genau wusste, was ein Boogeyman eigentlich ist und was dieser so in seiner Freizeit macht.

Frido

  SK Dessau 93 SG 1871 Löberitz 2:6
1 FM Becker, Michael Mieriņš, Emīls Jānis 0-1
2 Schäfer, Toni FM Szajbély, Zsigmond 0-1
3 Schubert, Ralf Pallas, Sebastian 0-1
4 CM Luther, Jürgen CM Tiarks, Jann-Christian 0-1
5 Erler, Rainer Schütze, Norman ½
6 FM Matthey, Harald Mertens, Fridolin ½
7 Ozeran, Volodymyr WFM Otikova, Elina ½
8 Leibovitch, Iziaslav Schäfer, Reyk ½

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