Hinweis: Klicken auf das Dreieck rechts unterm Brett schaltet die Varianten für das Nachspielen mit der Tastatur ein/aus.
Nachdem wir die Derby-Partien AEM - Löberitz schon gesondert betrachtet hatten, widmen wir uns nun weiteren Partien der Runde. Zunächst drei Begegnungen aus dem Kampf SF Berlin II - Erfurter SK, den die Berline für sich entschieden.
Krzysztof Jakubowski (2442) - Thomas Casper (2350) [A53]
Oberliga Ost (5.1) 2025
22. Ndxc7!?
möglicherweise nicht die objektiv beste Variante, bietet aber gute praktische Chancen. Wenn allerdings jemand die schwarze Stellung verlustfrei entknoten kann, dann Casi. "'Was ist eigentlich so stark an den Erfurtern?', wurde des Abends in Passau nach deren 4-4 gegen Solingen ungläubig gefragt, denn ein ums andere Mal gelingt es unserem nach der Papierform schwächeren Reisepartner, mehr aus einem Bundesligawochenende herauszuholen - wenngleich es diesmal nur ein halber Brettpunkt war - als wir! 'Der Mauermeister Thomas Casper!' ist sicher ein Teil der richtigen Antwort, aber eben nur ein Teil." (Philipp Schlosser philosophiert in Schach 1/1998, S. 41 über die Bundesligasaison 1997/98)
22... Rxc7 23. Qxd6 Be5 24. Qd5
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24... Nc5?
Das ermöglicht allerdings eine Taktik
24... Re7!= war notwendig 25. Qd2! (25. Nxc7? Qxc7
)
25... Rc8 26. f4 Bb8 27. Nc3 Nc5 28. Qe1 Qe8 29. e5 Nxe5! Unter Rückgabe der Figur gleicht Schwarz aus. 30. fxe5 Bxe5=
25. Bxc5?
25. Qxe5! Nxe5 26. Rxd8 Rxd8 27. Nxc7
Rd2 28. Bd1 Jetzt wiederum muss sich Weiß entknoten und die schwarzen Springer stehen gut. Aber mit einem Sd5 und zwei Mehrbauern sollte man es nach Hause schaukeln.
25... bxc5 26. f4 Qe7 27. fxe5 Nxe5 28. Nxc7 Bxd5 29. Nxe8 Be6 30. Nf6+ Kg7 31. Rd6 h5 32. h3?
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Das Konstrukt Td6/Sf6 ist zu wacklig ...
32. Ra6
32... Qb7?
Jetzt ist es an Schwarz den Gewinn auszulassen und am Ende steht ein Friedensschluss.
32... Nd7! 33. e5 Nxe5 34. Rb6 Qd8
33. Bd1 Qb4 34. Rd8 Qc3 35. Bxh5 Qxb3 36. Rg8+ Kh6 37. Rh8+ Kg7 38. Rg8+ Kh6 39. Rh8+ Kg7 40. Rh7+ Kf8 41. Rh8+ Kg7 1/2-1/2 [Reyk Schäfer]
Felix Engers (2216) - Arnd Lauber (2410) [A17]
Oberliga Ost (5.1) 2025
1. c4 e6 2. Nf3 Nf6 3. Nc3 d5 4. e3 Bd6 5. b3 a6 6. Bb2 b6 7. Rc1
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15... Bxh2+!?
Es gab durchaus Alternativen. Der Textzug ist aber pragmatisch, weil vmtl. nur Engines die weiße Stellung nach dem Opfer verteidigen.
15... Nf6
16. Kxh2 Qh4+ 17. Kg1 Rf6 18. d5 b5?
letztlich ein gewinnbringender Fehler
18... Rh6 19. f4 Nf6 20. Ne5 Re8 21. Ne2 Rxe5! 22. Qxc7! (22. fxe5?? Ng4 führt zum Matt) 22... Ng4 23. Qb8+ Kf7 24. Rc7+ Re7 25. Rxe7+ Kxe7 26. Ba3+ Kd7 27. Qxb7+ Kd8 und Weiß gibt Dauerschach
19. Nxb5??
19. Nd2! Rh6 20. f3 Nf6 21. Ne2 Nxd5 22. fxe4 Qh2+ 23. Kf2 Rg6 24. Rg1
Der Angriff gerät ins Stocken, da es Weiß gelungen ist, sowohl g2 als auch g3 zu verteidigen.
19... Rh6!
20. f4 axb5 21. Ne5 Nxe5 22. Bxe5 Qh2+ 23. Kf2 Rg6 24. Rg1
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24... b4!
Die Einbindung des Läufers entscheidet endgültig.
Aus gegebenem traurigen Anlass habe ich nachträglich noch Peter Enders' letzten Sieg in die Auswahl genommen. Erzielt mit seinem geliebten Benoni.
Christoph Nogly (2213) - Peter Enders (2380) [A64]
Oberliga Ost (5.1) 2025
1. d4 Nf6 2. c4 c5 3. d5 e6 4. Nc3 exd5 5. cxd5 d6 6. Nf3 g6 7. g3 Bg7 8. Bg2
18. e5!
18... h5 19. g5 Nh7 20. Rb1 Bd7
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21. Na2?
Den Springer nach b3 zu lassen, ist postionell arg anrüchig.
21... Nb3 22. a5 Nxa5 23. b4 cxb4 24. Bxb4 Rac8 25. Bc3 Qd8 26. Bxg7 Kxg7 27. Qd4+ Kg8 28. h4 b5 29. Nb4 Nc4 30. Nxa6 Na3 31. e5
offenbar zu spät, aber die Qualität ist nicht zu retten.
31... Nxb1 32. Rxb1 Bg4 33. Nh2 dxe5 34. Qd2 Bd7 35. Nb4 f6 36. Nf3 e4 37. Nd4 fxg5 38. Nxb5 Bf5 39. Rd1 gxh4 40. d6 Ng5 41. Kh1 Nf7 42. d7 Qxd7 43. Qxd7 Bxd7 44. Rxd7
Die weißen Figuren sind viel zu unkoordiniert, um noch Widerstand zu leisten.
Ein Nachtrag zum letzen Mal ("Wer bescheißt am schönsten?") ist der Beitrag unseres Gastautors Florian Heyder. Sorry Jasper, dass du erneut vertreten bist :(
Florian Heyder (2188) - Jasper Heinke (2063) [E45]
Oberliga Ost 2A (4.5) 2025
1. d4 Nf6 2. c4 e6 3. Nc3 Bb4 4. e3 b6 5. Nge2 Ba6 6. a3 Bxc3+ 7. Nxc3 d5 8. Qf3
Bis hierhin war alles schnell gespielt und mir war bekannt, dass Jasper das schon gespielt hat.
8... c6?!
Erste kleine Ungenauigkeit, die er auch schon mal in einer Wettkampfpartie gespielt hatte. Man könnte sagen, dass da meine Vorbereitung darauf abgezielt hat :-)
8... 
8... c5 9. cxd5 Nxd5 10. Nxd5 exd5 11. Bxa6 Nxa6 12. dxc5 Nxc5
das waren so die Varianten, die ich bei der Blitzvorbereitung am Vortag in Erwägung gezogen hatte und gerne gespielt hätte.
zu forsch; oder? Die Engine ist mit dem Zug nicht zufrieden. Sie möchte sich lieber entwickeln. Mir war allerdings im Gedächtnis, dass man auf 0-0 ganz gut mit g4 attackieren kann. Schließlich ist auch das psycholgische Momentum nicht zu vernachlässigen, wenn man mit so einem um die Ecke kommt
10. Bb2 Nbd7 11. Rd1 Re8 12. Be2
wäre die solidere Variante gewesen
10... Re8
knapp 30 Minuten hat Jasper für den Zug gebraucht. g4 scheint gewirkt zu haben :-)
Te8 hat zwar irgendwie e5 vorbereitet, aber er scheint in der Stellung nicht zu gehen. Sfd7 und b5 sind wohl die schwarzen Ideen. Allerdings hat Weiß stets eine angenehm spielbare Stellung.
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12... Rxe5?? 13. Nxd5 Rxd5 14. Bxf6 gxf6 15. cxd5
13. Nxd5??
Der Versuch die letzten ungenauen schwarzen Züge sofort zu bestrafen. Die Variante hat jedoch ein Loch und die Verteidigungsidee Sc5 wurde vollkommen übersehen.
13... cxd5 14. Qxd5 Nc5! 15. Qxa8
Alles oder nichts.
15. Qxd8 Rxd8 16. Bg2 Bb7 17. Bxb7 Nxb7 18. b4 Rc8 19. Rc1 a5
Die Variante macht Weiß keinen Spaß und hat mir kein Fünkchen Hoffnung gelassen. Im Textzug habe ich mir zumindest noch gamble-Chancen erhofft.
16. Qxa7 Nc6 17. Qxb7 Nxb7 18. b4 Nxe5 Noch den a-Bauern zu fressen hat zumindest den Nachteil, dass man seine Zentrumsbauern nicht mehr halten kann.
16... Nxb7 17. b4 a5 18. Bg2 Qe7 19. Bc3 Rc8 20. Bd5 Nc6 21.
Die Springer stehen sich zum Glück etwas selber auf den Füßen, sodass ich mich einigermaßen hinstellen konnte.
21... Nbd8 22. bxa5 bxa5 23. f4
Stellungsbewertung sehr schwierig. Der Computer ist sich sicher, dass Schwarz überragend steht, jedoch liegen die schwarzen Gewinnpläne auch nicht auf der Hand.
Der Boss betritt den Ring.
Wer a sagt, muss auch...
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da geht der erste Bauer flöten, wobei jetzt zumindest die Türme auch wieder Linien bekommen. Die Hoffnung...
bis hierher hat Jasper stark gespielt und seinen Vorteil weiter verdichtet. Bei knapp werdender Zeit verliert er jedoch seine Genauigkeit.
28... Rc4! 29. Ba8 Nxf4 30. exf4 Rxf4+ 31. Ke3 Rxg4
Die weißen Felle sind davon geschwommen
29. Be1 Rxc1 30. Rxc1 Qxa3 31. Rc8+ Ngf8 32. f5 Nc5 33. Bd5 Ncd7??
33... Qc1! mit der Idee das Läuferpaar zu skalpieren. 34. Ke2 Qc2+ 35. Kf3 Qd1+ 36. Kf2 Nd3+
35... Nxg4 36. exf7+ Kh8 37. Bc3 nach Stockfish weiter klarer Vorteil Schwarz, jedoch die Fummelei geht weiter ...
Der erste Springer geht gratis über Bord
37... Qa3+
37... Qxe1?? 38. exf7+ Kh8 39. Rxf8#
37... Qb6+? 38. Ke7 Qa7+ 39. Ke8 Qa6 40. exf7+ Kh8 41. Be6 Nxe6 42. Kd7+
38. Rc5!
Der einzige, der zum ersten Mal den weißen Vorteil in der Partie festhält
38. Kc6 h5 39. exf7+ Kh7 40. Bf2 Qa4+ 41. Kb6 Qb4+ 42. Ka7 Qe7+ 43. Kb6 Qd6+ 44. Bc6 Qb4+ 45. Bb5 Qd6+
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46. Bc6=
38... Nxe6
Die Stellung ist gekippt. Schwierig ob man hier den Springer gibt oder auf Dauerschach-Fang geht.
38... Qb2 39. exf7+ Kh8 40. Rc8 Qa3+ 41. Ke5 Qe3+ 42. Be4 Qa3 43. Bc3 Qe7+ 44. Kf4 Qd6+ 45. Ke3 Qe7 46. Bd4
39. fxe6 fxe6 40. Bxe6+ Kf8 41. Bxa5?!
41. Bc3! Sperrt die schwarze Dame ein und bringt Schwarz in Zugzwang und um den vollen Punkt 41... a4 42. g5 Ke8 43. h5 Kf8 44. Bd5 Ke8 45. g6 hxg6 46. hxg6 Kf8 47. Bf7
41... Ke8
41... Qd3+ 42. Bd5 Qg3+ 43. Kc6 Qxg4 44. Rc4
wäre für Schwarz besser gewesen
42. Bc3
Im Folgenden kann es sein, dass Schwarz eventuell noch ein Dauerschach bekommt, jedoch ist es praktisch sehr schwierig dies zu finden bzw. bis zum Ende zu finden.
42... Qa6+ 43. Ke5 Qe2+ 44. Kd5 Qf3+ 45. Kd6 Qf8+ 46. Kc6 Ke7 47. Re5 Qa8+ 48. Kc5 Qa7+ 49. Kc4 Kd6 50. Re1 Qa6+ 51. Kb3 Qd3 52. h5 g6 53. Bc4 Qh3 54. hxg6 hxg6 55. Re6+ Kc5 56. Re5+
56... Kd6 57. Rd5+ Kc6 58. g5 Qg3 59. Ra5 Kb6 60. Re5 Kc6 61. Kb4 Qf4 62. Re6+ Kd7 63. Rxg6 Qb8+ 64. Bb5+ Ke7 65. Rf6 Qg3 66. g6 Qg5 67. Rb6 Qg4+ 68. Bc4 Kd7 69. g7 Kc7 70. Rb5
Diese Partie widme ich IM Franz Bräuer, der mich letzten Sommer bei den Löberitzer Schachtagen beim Blitzturnier mit Dame weniger (gegen Läuferpaar) im Blitz aufs Kreuz legte :-)
1-0 [Flox]Der Rest der Auswahl steht ganz im Fokus des spannenden Kampfes Aue II - AEM II. Bei 5,5:2,5 eine klare Sache, möchte man meinen, aber bei optimaler Chancenverwertung hätten die Magdeburger durchaus punkten können ...
Petr Cerveny (2273) - Valentin Udelnov (2052) [A48]
Oberliga Ost 2 A (3.4) 2025
24. Ne1?!
Irgendwo hier beginnt Weiß in bequemer Stellung den Faden zu verlieren.
24... h5 25. Rd1 Qe8 26. axb6 axb6 27. Rd2 Qg6 28. f3 Bh6 29. Rd7 c5 30. Qd1 b5 31. Kh2 Qf6 32. N1c2 c4
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33. Qd6??
und das öffnet die Tore für eine versteckte taktische Operation. Während die Idee an sich wohl in der Auswahl ist, dürfte es am Brett kaum möglich sein, alle Details zu erfassen. Der Textzug ist schlecht, weil er die Kontrolle über e2 aufgibt, wie die Variante zeigt.
33. Rd6! wohl mit der Idee Sf5 ist der einzige Zug, der halbwegs das Gleichgewicht wahrt 33... g4 34. fxg4 Nd3 35. Nf5! h4 36. Nb4 Nxb4 37. cxb4 Bf4+ 38. Kh1 Bg5=
33... Nd3??
33... g4! 34. Qe7 (34. hxg4 hxg4 35. Nxg4 Qh4+ 36. Kg1 Ne2+ 37. Kf1
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37... Qh1+! 38. Kxe2 Qxg2+ 39. Nf2 Qxf3+ 40. Ke1 Qxf2+ 41. Kd1 Qf3+ 42. Ke1 Qf1#)
(34. fxg4 Ne2! 35. Qd1 Qf4+ 36. Kh1 Ng3+ 37. Kg1 Qf2+ 38. Kh2 Bf4
)
34... Qxe7 35. Rxe7 gxf3 36. gxf3 Rd8 37. h4 Rd2+ 38. Kg1 Re2 39. Kf1 Bg7 40. Rb7 Bf6
nun nicht mit dem gleichen Effekt - aus mehreren Gründen: Weiß hatte Zeit, Druck gegen e6 aufzubauen und ...Se2 ist nicht möglich.
35... Bf4+ 36. Kh1 Qd8
ist die einzige Möglichkeit, im Geschäft zu bleiben.
36. g3 Qxf3 37. Rxh6 Qf2+ 38. Ng2 Nf4 39. Rh8+ Kxh8 40. Qxf8+ Kh7 41. Qf7+ Kh8 42. Nce3 h4 43. Qf6+ Kg8 44. Qg5+ Kf7 45. Qf5+ 1-0 [Reyk Schäfer]
Klar war die Sache allerdings auch bei AEMs 3/3-Mann Jens Windelband nicht.
Tomas Ludvik (2226) - Jens Windelband (2057) [D34]
Oberliga Ost 2 A (3.4) 2025
1. d4 d5 2. c4 e6 3. Nf3 c5 4. cxd5 exd5 5. g3 Nc6 6. Bg2 Nf6 7.
16. Nxh6+!? war eine Möglichkeit, die zu undurchschaubaren Materialverhältnissen führt, die man als Mensch aber nicht zwingend auf dem Schirm hat. 16... gxh6 17. Nxd5 Nxd5 18. Rxd5 Qc6 19. Rc5 Qb6 Da der Springer hängt, ist die Auswahl ohnehin begrenzt, aber tatsächlich bietet das Damenopfer wohl die besten Chancen und führt zu einer Art Gleichgewicht.(19... Qa6 20. Qa4! Bd7 21. Qxd7 Bxc5 22. Qg4+ Qg6 23. Qxg6+ fxg6 24. Bxc5 und das mächtige Läuferpaar sichert Weiß Vorteil.) 20. Rg5+ hxg5 21. Bxb6 axb6=
Danach entwickeln die schwarzen Figuren typische Tarrasch-Aktivität. Die Engines wollen dem mit einem Qualitätsopfer zuvorkommen, das die schwarze Bauernstruktur am Königsflügel aufs Korn nimmt.
17. Bd4! Bxe2 (17... Rxe2 18. Qb1 Ree8 19. Bxf6 Bxd1 20. Rxd1 gxf6 21. Nxd5
)
18. Bxf6 Bxf1 19. Kxf1 gxf6 20. Bxd5 Kh8=
18... Ne5
20. Nf3 Bxf3 21. Bxf3 d4 22. Nb5 Ne5 23. Qb3 Qxb3 24. axb3
20... Ne5! 21. Qb5 gxh4 22. hxg4 hxg3 23. fxg3 Bc5+ 24. e3 Qxg4 25. Rf1 Re6 26. Nxd5 Nh5?!
Verpasst ein sehr hübsches,aber keineswegs triviales Finale
26... Nxd5 27. Rxd5 Rb6 28. Qa5 Bb4! 29. Qa4 (29. Qxa7
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29... Qxg3!! 30. Qxb6 Nf3+ 31. Rxf3 Rxc1+ 32. Rf1 Rxf1+ 33. Kxf1 Qe1#)
29... Qxg3
aber auch hier fühlt sich der weiße König auf Dauer unwohler als sein Gegenüber, wobei sich Weiß zunächst erfindungsreich verteidigt.
28... Bb6
29. bxc5 Ng4 30. Rf3 Qh2+ 31. Kf1 Ng3+ 32. Rxg3 Qxg3 33. Qb2 Rfe8 34. Qe2
Mit einer Reihe einziger Züge hat Weiß eine dynamisch ausgeglichene Stellung zurückerkämpft und
34... Kf8?
34... Rg6 35. e4 Nh2+ 36. Kg1 Rxe4!? 37. Qf2 ändert wohl nichts daran, dass Schwarz nun schaukeln sollte.
35. Rd4
35. Rd3 ist noch stärker. Mit der nochmaligen Überdeckung von e3 ist der Weg frei für das Manöver Ld2-e1. Es sieht aber sehr natürlich aus, den Sg4 direkt anzugreifen.
35... Rg6
35... Re4 36. Rxe4! (36. Bxe4 Rxe4 gibt Schwarz genügend Kompensation.)
36... Rxe4 37. c6 Rc4 38. Ba3+ Kg7 39. c7
36. c6??
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ein glatter Einsteller nach langer Verteidigung und vmtl. in Zeitnot. Der Sg4 musste beseitigt werden. Einmal mehr ist ein Qualitätsopfer das Mittel der Wahl. Dann kann Weiß auch an den c-Bauern denken.
36. Rxg4 Qxg4 (36... Rxg4 37. c6)
37. Qxg4 Rxg4 38. c6 Rc4 39. Ba3+ Kg7 40. c7
36... Nh2+ 37. Kg1 Nf3+ 38. Kf1 Nxd4 39. Qb2 Rxc6 40. Qa3+ Kg8 41. Bd2 Rg6 42. Nf4 Nf3 43. Bb4 Nh2+ 44. Kg1 Rxe3 0-1 [Reyk Schäfer]
Am Frauenbrett wurde der Grundstein für unsere Abschweifungen gelegt.
Elina Heutling (1975) - Kerstin Kunze (1993) [B84]
Oberliga Ost 2 A (3.4) 2025
20. f6
Weiß schafft die Voraussetzungen für einen Aljechin-Block ...
20... Bxf6
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21. Bg4?!
In der normalerweise sehr trügerischen Hoffnung, dass sich Schwarz um diese Qualität kümmern wird (was die Nachziehende nicht tun sollte). Hieraus ergeben sich zwei Themenblöcke zur näheren Betrachtung: das moderne Qualitätsopfer (in der langfristigen) Form und das Angriffsmotiv "Aljechin-Block" (zufällig hier auch als Qualitätsopfer). Ich werde auf beide im Anschluss näher eingehen.
21. Nxc5 Qxc5 22. Rd1 ist eine bessere Chance, wenngleich auch hier Schwarz objektiv die besseren Karten hat. 22... Qxc2? bereitet wieder a Tempo den Weg für Aljechins Block.(22... e4!
)
23. Be4 Qa4 (23... Qxb2 24. Rxf6!)
24. b3! (24. Rxf6 ist auch vorteilhaft für Weiß, aber hier hat Schwarz noch die Tempo-Ausrede 24... Rc4)
24... Qxb3 25. Rxf6 gxf6 26. Bxh6
21... Rb8??
"Indeed I have the impression that I win most of my games against IMs primarily because they don't make use of resources that involve the sacrifice of material. It is not so hard to see immediate possibilities based on giving up material, but it is extremely difficult for most players, for example, not to think of the loss of the exchange as decisive. In my experience most GMs now think of exchange sacrifices as mainstream - no more exciting than exchanging bishop for knight, but this hasn't yet trickled down into other levels of the game" Jonathan Rowson, Chess for Zebras, S. 105
21... Bxd5 Das Läuferpaar allein gilt heute in manchen Stellungen schon als ausreichende Kompensation für die Qualität. Siehe Grischuk - Caruana im Anschluss. Hier sind es gar zwei Bauern. Schwarz sollte gar nicht darüber nachdenken, zumal die Hauptgefahr, die ihrem König (nach evtl. Qualitätsopfer auf f6) vom weißfeldrigen Läufer der Anziehenden ausgeht. 22. Nxc5 Qxc5 23. Bxc8 Qxc8 24. Qg3 Qxc2 25. Bxh6 Qg6 26. Qxg6 fxg6 27. Rad1 Be4 Trotz Doppelbauer ist Schwarz mit zwei zentralen Freibauern und dem Läuferpaar mehr als genug entschädigt für die Qualität. Bezeichnend, dass die Engine nun die Rückgabe der Qualität als beste Verteidigungsoption betrachtet. 28. Rxf6 gxf6 29. Rxd6
Man beachte, dass die schwarze Stellung aufgrund der möglichen weißfeldrigen Batterie auch dann verloren wäre, wenn der h-Bauer noch auf h7 stünde.
23... Bxd5 24. Nxc5 Qxc5 25. Bf5 Kh8 26. Qh4 Bxg2+ 27. Kxg2 1-0 [Reyk Schäfer]
Zunächst die Partie, auf die sich das Zitat von Jonathan Rowson in Elinas Partie bezog. Die Kommentare (auszugsweise) sind Rowsons Buch "Chess for Zebras" entnommen. Ich kann das Buch übrigens nur wärmstens empfehlen. M. E. ein echter Augenöffner, wie man Schach trainieren sollte und welche Fallstricke es gibt.
Levon Aronian (2684) - Jonathan Rowson (2572) [D76]
FRA-chT Top 16 GpA/Noyon (6) 2005
21. Nxf5
Played after little hesitation. Lev was confident that the following transformation was going to be in his favour.
21... Bxf5 22. Bxg7 Bxb1 23. Ba1
With hindsight
23. Bb2 may have been stronger, but most humans would go back to a1 because they can foresee lines where the queen will take on b3, and don't want the bishop to be en prise on b2 in thoses cases.
23... Bf5
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During the game, Aronian assessed this position as 'almost winning' for White and asked me: 'Why did you give your great bishop on g7 for my stupid rook on b1?' He was only half-joking. I was sure that White had significant compensation here, based on the weaknesses around my king. White's bishop pair, and especially the strength ot the bishop on a1. The d5-pawn also exerts a cramping influence and Black's knight on c7 finds it hard to get to a square where it does something constructive. However, I also noticed that the weakness of b3 and d5 limited White's options and that it would not be easy, for example, for White to line up the queen on a1-h8 diagonal. I had seen this position when playing 20...Nf5 and felt that it was playable, but more importantly, I didn't see a convincing alternative at that stage, and wanted to do something meaningful before my opponent consolidated his space advantage. What strikes me about this position is that it doesn't relly feel like White is material down. Aronian was right to like his position, but wrong to think it worthy of building a decisive attack immediately.
24. g4?
Too much, too soon. I believe White has full positional compensation so there was no need to change the nature of the position immediately. It would have been more unpleasant for me to deal with a gradual build-up. We spent some time playing around with this position in the post-mortem and felt that White was at least not worse, but there was no definite conclusion emerging. This is noteworthy, because I think when we see a clear material imbalance like we do here, we are inclined to look for a clear assessment. However, this position is a classic example of a position that needs to be played rather than analysed - there are just too many possibilities.
24... Qb4 25. gxf5 Qxf4 26. fxg6 hxg6 27. Re4 Qh6 28. Bb2 Rcd8 29. Rd4 Qh5 30. Qd2 e5 31. Rd3 Qf5 32. Bh3 Qf4 33. Qxf4 exf4 34. d6 Re1+ 35. Kg2 f3+ 36. Kg3 Ne6 37. Bf6 Nc5 38. Bxd8 Nxd3 39. Bf6 Nc5 40. d7 Nxd7 41. Bxd7 Rb1 42. Kxf3 Rxb3+ 1/2-1/2 [Jonathan Rowson]
Ein weiterer Klassiker ist zweifellos "Gehemeinisse der modernen Schachstrategie (Fortschritte seit Nimzowitsch)" von John Watson. Sowohl Rowson als auch Watson gehen auf das moderne (langfristige) Qualitätsopfer ein. Für Watson einer der fühlbarsten Fortschritte seit Nimzowitsch – sowohl quantitativ wie auch qualitativ. In einem sehr lesenswerten Online-Artikel Exchange Sacrifices and the Psychology which Surrounds Them bezieht sich Peter Wells auf beide Bücher und neuere Beispiele. Auch aus diesem Beitrag werde ich zitieren.
Ein Qualitätsopfer für ein starkes Läuferpaar - wie es bei Heutling - Kunze möglich gewesen wäre - gilt heute fast schon als Selbstverständlichkeit. Die nachstehende Partie kommentiert Tatev Abrahamyan im Rahmen einer chesscom-Onlineserie "Material imbalances". Ich zitiere einige ihrer Kommentare.
Alexander Grischuk (2766) - Fabiano Caruana (2816) [B43]
Leuven GCT blitz/Leuven (2) 2018
14. Rxf6!
Abrahamyan merkt an, dass bereits in der Eröffnung etwas schief gelaufen isst für Fabi. Weiß bekommt zunächst keinen Bauern für die Qualität - dennoch ist das die Top-Wahl der Engine.
14... Qxe2+ 15. Kxe2 gxf6 16. Bxf6
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Der schwarzfeldrige Läufer auf f6 ist wirklich lästig und Schwarz hat Schwierigkeiten, sich zu entwickeln. Der bald auf d7 auftauchende Läufer ist offensichtlich schlecht.
Tatev Abrahamyan weist hier darauf hin, dass ...h6 zäher ist, weil der Bauer dort schwieriger anzugeifen ist. Apropos: Quality Chess hat einen Nachfolger zu Flores' beliebtem Buch "Chess Structures" angekündigt: "Chess Imbalances - a GM Guide by Mauricio Flores Rios". Darauf darf man sehr gespannt sein.
"Making it difficult for Black to finish his development" (Abrahamyan)
19... Rb8
19... c5 20. Bxb7 Rb8 21. Bf3 Rxb2
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22. Bc6!
Abrahamyan
19... Rg4 a better fighting chance (Abrahamyan). Wieder beinhaltet dies die Rückgabe der Qualität. 20. Kf3 Rc8 21. h3 Rxe4 22. Kxe4 c5
20. Bf3 c5 21. Rd6 Bc6 22. Bxh5 Bd5 23. b3 c4 24. Ke3 Rc8 25. g4 b5 26. g5 cxb3 27. cxb3 Rg6 28. Kd4 Kf8 29. h4 Kg8 30. Be2
30. Bxg6 ist möglich, aber der Rückzug nebst Vormarsch der Bauern ist aus menschlicher Sicht einfacher.
Dennoch meldet Wells Zweifel an Rowsons Verdikt über die Selbstverständlichkeit des Qualitätsopfers auf GM-Ebene an:
This all brought to my mind the words of Max Euwe when responding to the explosion of exchange sacrifices from a much earlier era (the Soviet Union of the 1950s) in his celebrated middlegame volumes. In the section Relative Worth of the Pieces he opens the chapter on ‘The Exchange’ with the emphatic words ‘The advantage of the exchange is decisive. There can be no two opinions about this, and it is necessary to begin this chapter by stating it definitively.’ Whilst this is essentially correct, I rather had the sense that this was a great authority watching the ground shift beneath his feet, perhaps trying to put his own doubts to rest as much as those of his readers.
...
My impression is that even very strong players still fall victim to strong exchange sacrifices not infrequently by underestimating such powerful 'exchanges' of pieces which they would never overlook if the nominal value of the pieces were the same.
Und als Beispiel, dafür dass das Opfer auf der Gegenseite offenbar einem sehr starken Spieler entgangen ist, führt er die folgende Partie an, die uns sicher noch im Gedächtnis ist.
Liren Ding (2788) - Ian Nepomniachtchi (2795) [A28]
World-ch Nepomniachtchi-Ding/Astana (4) 2023
28. Qf3
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28... Nd4??
Ian Nepomniachtchi - already facing considerable pressure for a pawn, surprised the world by playing this serious error and suffering an emphatic first defeat after the powerful exchange sacrifice. Of course, one possible interpretation of this would be to suggest that the chess world's borderline horrified reaction to 28...Nd4? illustrates just how accustomed we as observers have become to exchange sacrifices. Indeed, this one is not hard to explain in terms of "function". Black's key task is to blockade the two scary centre pawns and he allowed the "exchange" of his best blockading unit. Nonetheless, an audience armed with engines routinely generates outrage. Whilst I was certainly somewhat taken aback by Nepo's mistake, I would rather pose the question: would Nepo have even considered the move 28...Nd4 if it had been a minor piece due to remove it? I think we can all guess the answer.
29. Rxd4
Ich werde dies nicht einmal mit einem Ausrufezeichen versehen, da es sich um eine ziemlich offensichtliche Antwort handelt. Es ist schwer zu sagen, was Ian übersehen hat, da die Widerlegung sehr einfach und natürlich aussieht. Vielleicht hat er zu schnell gespielt. (Wesley So)
Schwarz hat ein Qualität gewonnen, aber dies ist ein schönes Beispiel dafür, wie die Türme völlig dominiert werden können. Die Bauern auf d5 und e6 können nicht beseitigt werden, und der weiße Springer wird die Oberhand gewinnen, da er nicht daran gehindert werden kann, nach f5 oder c6 zu kommen. Die Stellung ist so schlecht, dass ein Aufgeben hier eine ernsthafte Möglichkeit ist. (So)
securing the strong-point on f5, whether Black captures or not (Wells)
32... fxg3 33. fxg3 h5 34. Nf5 Rh7 35. Qe4 Kh8 36. e7 Qf7 37. d6 cxd6 38. Nxd6 Qg8 39. Nxe8 Qxe8 40. Qe6 Kg7 41. Rf1 Rh6 42. Rd1 f5 43. Qe5+ Kf7 44. Qxf5+ Rf6 45. Qh7+ Ke6 46. Qg7 Rg6 47. Qf8 1-0 [Peter Wells/Wesley So]
Watson kommt zu dem Schluss, dass die Gründe für die immer häufiger anzutreffenden (langfristigen) Qualitätsopfer neben den Merkmalen bestimmter Standard-Srukturen oft sehr konkreter Natur sind:
Qualitätsopfer scheinen mehr und mehr zur Routine zu werden, und kommen gleichzeitig in immer exotischerer Form vor. Damit meine ich, dass es einerseits immer mehr Standardstellungen gibt, in denen Qualitätsopfer automatisch sind, z. B. ...T:c3 in verschiedenen Sizilianern, besonders in der Drachenvariante, oder ...T:f3 in einigen Französisch-Abspielen. In beiden Fällen erhält Schwarz den Vorteil, die gegnerischen Bauern zu zersplittern und zu verdoppeln, und er gewinnt einen Zentralbauern sowie die Kontrolle über wichtige Zentralfelder. Aber jedes Turnier bringt andererseits neue und aufregende Möglichkeiten, eine Qualität zu opfern.
Im nachstehenden ganz aktuellen Beispiel aus Wijk waren es jeweils konkrete Beweggründe, die uns gar Zeugen eines reziproken Qualitätsopfers werden ließen. Gukeshs Kommentare sind auszugsweise dem Interview bei TataSteel mit Fiona entnommen.
Jorden Van Foreest (2680) - D. Gukesh (2777) [D31]
87th Tata Steel Masters/Wijk aan Zee NED (12.4) 2025
34. Rxc4!
Gukesh: "He found this amazing resource - otherwise I can exchange on e5 and go ...Rg6." Das Qualitätsopfer ist auch die erste Engine-Empehlung. Dennoch schienen Kommentatoren und Gukesh überrascht zu sein.
Ein Monsterspringer wie hier ist auch eine typische Form der Kompensation. Die Engines sehen Weiß leicht in Vorteil. Aus praktischer Sicht dürfte die schwarze Stellung mit latenten weißen Drohungen gegen f7 noch unangenehmer sein.
Gukesh: "Here I just thought I was losing."
Einziger Zug, den Jorden gemäß Gukesh übersehen hatte. Ein mögliches Schach auf a8 wird gedeckt und die Rückgabe der Qualität vorbereitet.
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39. Qc5? Qa5!
Es war wohl diese Option, die Jorden dazu veranlasst hat, von a6 aus das Feld im Auge zu behalten. Dennoch nicht das richtige Feld für die Dame ...
39. Qa3! wahrt das Gleichgewicht, da Weiß nach 39... Rxe5 40. fxe5 f4 41. Rg4 fxe3+ mit der Dame nehmen kann!
39... Rxe5!
Passend zum Thema beschert Schwarz die Rückgabe der Qualität entscheidenden Vorteil.
40. fxe5 f4! 41. Rh3 fxe3+ 42. Ke2 Rb1
Gukesh verzichtet auf den gewinnbringenden Turmtausch. Das Damenendspiel ist nicht einfach zu berechnen. Nach weiteren Abenteuern endet die Partie im Dauerschach.
42... Rxh3! 43. gxh3 Qxd4 44. Qc8+ Kf7! (Gukesh hatte vor allem 44... Kh7 45. Qf5+ Kh6 46. Kf3 berechnet und als Remis eingeschätzt.)
45. Qf5+ Ke7 46. Qg5+ Ke8 47. Qg6+ Kd8 48. Qg5+ Kc8
43. Qxc6 Rxb2+ 44. Kf3 Qf8+ 45. Ke4 Rf2 46. Qe6+ Rf7
46... Qf7=
47. Rxe3
47. Qg6!
47... Qa8+ 48. d5 Qxa2 49. Qc8+ Rf8 50. Qe6+ Rf7 51. Qc8+ 1/2-1/2
Watson vertritt im Übrigen die Ansicht, dass man das Qualitätsopfer vor 1930 zwar schon kannte, aber meist in taktischer Form mit unmittelbarer Dividende – nicht in der heutigen langfristigen Form. Als Ausnahme führt er die Partie Janowski - Lasker, Paris 1909 (2. Match-Partie 1. Match) an. Ich bin mir allerdings nicht sicher, inwieweit diese tauglich ist. Zwar wird das Qualitätsopfer in den Kommentaren als geplant beschrieben. So ganz klar ist mir das aber nicht, zumal Lasker erst etwas später fehlgreift und in Schwierigkeiten gerät.
Da wir aber bei Abschweifungen sind – hier noch eine schachhistorische.
David Janowski (Yanovsky) war ein begnadeter Angriffsspieler jüdisch-polnischer Abstammung. Seine größten Turniersiege feierte er Anfang des 20. Jahrhunderts in Monte Carlo, Hannover und Wien. Capablanca sagte, dass er an guten Tagen jedem gefährlich werden könne. Und so konnte er auch - neben Tarrasch als einziger - auf Gewinnpartien gegen die ersten vier Weltmeister verweisen.
Möglicherweise schon etwas zu spät für ihn wurden drei Matches mit Emanuel Lasker ausgetragen, aber nur das dritte 1910 galt als offizielle Weltmeisterschaft. 1909 wurden zunächst zwei "Freundschaftsmatches" gespielt, bei denen es nichtsdestotrotz natürlich um Geld ging. Janowski war in der glücklichen Lage, über einen Gönner in Person von Leo Nardus zu verfügen. Robert Hübner beleuchtet diese interessante Persönlichkeit in "Der Weltmeisterschaftskampf Lasker - Steinitz 1894 und weitere Zweikämpfe Laskers" näher. Und es liest sich ähnlich spannend wie ein Porträt Beltracchis
Leo Nardus (geboren in Utrecht am 5. Mai 1868, gestorben in Tunesien im Juni 1955) hieß damals offiziell noch Leonardus Salomon (oder Salomonson). Er war eine äußerst farbige Figur. Er ließ sich an der Rijksacademie voor Beeldende Kunsten in Amsterdam als Maler ausbilden. In seiner Jugend betätigte er sich als Goldsucher in Argentinien, fand aber nicht den erhofften Reichtum. Er wurde daher Kunsthändler und -sammler, und diese Beschäftigung wurde seine Goldgrube. Ab 1894 war er auf diesem Gebiet vor allem in den Vereinigten Staaten aktiv. Es besteht der dringende Verdacht, daß er einige neue Werke Alter Meister in den Handel brachte. Er mag bei den Schöpfungen selbst Hand angelegt haben. Er arbeitete aber auch mit dem Lehrer des berühmten Meisterfälschers Han van Meegeren zusammen, der Theodorus van Wijngaarden (1874-1952) hieß.
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Er betätigte sich als Degenfechter und war Mitglied der niederländischen Mannschaft, die bei den Olympischen Sommerspielen in Stockholm 1912 die Bronzemedaille gewann.
Das erste Match, aus dem nachstehende Partie stammt, konnte Janowski überraschenderweise 2:2 gestalten bei vier entschiedenen Partien. Das veranlasste Nardus später, in zwei weitere Matches zu investieren, die sein Schützling allerdings klar verlor.
Die nachstehenden Kommentare Georg Marcos sind der "Wiener Schachzeitung" entnommen, möglicherweise damals und auch heute noch eine der besten Schachzeitungen der Welt (die zum Glück online verfügbar ist). Und tatsächlich: Damals wusste man, Partien fesselnd zu kommentieren. Man schaue nur auf Marcos Schlussabschnitt:
Emanuel Lasker - Dawid Markelowicz Janowski [C87]
Match LaskerEm-Janowski +2-2=0/Paris (2) 1909
47. f5
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47... Qh6
Anscheinend ein Versehen, in Wirklichkeit eine tiefe Kombination. Weiß kann nun eine Qualität gewinnen, aber Janowski bringt sie gerne zum Opfer. Sonst hätte er Dg6-h7 gespielt.
48. Ng4 Qh7 49. Ngxf6+ Rxf6 50. Nxf6+ Rxf6 51. Rf1 Qf7 52. Qg2 Rxf5 53. Rxf5 Qxf5
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54. Re3
Könnte der Turm über a3 ins feindliche Lager eindringen, oder nach Ta1-d1-f1 die weiße Dame via f2 zur Geltung gebracht werden, dann wäre Schwarz verloren. Jetzt erst haben wir Gelegenheit Janowskis bewundernswertes Qualitätsopfer nach Gebühr zu würdigen.
54. Ra3? e4!! 55. Rxa6 Nf3 56. Ra3 e3! droht ...Db1+ 57. Rb3 e2!! u. Schwarz gewinnt
54. Rd1 Nf3 55. Rf1 e4 56. Rd1 e3 etc. ähnlich wie vorhin. Dr. Lasker hatte also gar keine Wahl; er mußte den angegriffenen Turm nach e3 ziehen, um die Feststezung des Springers nach f3 zu verhindern.
54... Qb1+ 55. Kh2 Qxb4 56. g4 h4 57. Kh3 Qc4 58. Qe4 Kg7
Man beachte, wie unangreifbar der isolierte schwarze König ist. Weiß kann weder mit der Dame noch mit dem Turm ins feindliche Lager eindringen.
59... Qxa2 ist schlecht wegen 60. Kg5
60. a3 a5 61. Kg3 Qg1+ 62. Kh3 Qf2 63. g5 b4 64. axb4 axb4 65. Kg4 Qg1+ 66. Kh5 Qh2+ 67. Kg4 b3
Wer hätte ahnen können, daß der schwache a-Bauer so stark werden wird.
Das bringt den stärksten Mann zum Weichen.
69. Kh5
Auf
69. Qxc2 bxc2 70. Rc1 (erzwungen, da ...Sb3 drohte) folgt 70... Kg6 und Weiß ist wehrlos.
69... Qxe4 70. Rxe4 Nc2 71. Rxe5
ein Verzweiflungsakt, da der Bauer b3 unaufhaltsam vorgehen kann.
71... b2 72. Re7+ Kf8 73. Rxc7 b1=Q 74. Rc8+ Ke7 75. Rc7+ Kd8 76. Rd7+ Ke8 77. Rxd6 Nd4
Noch imposanter war die zweite Partie, in der Lasker die weißen Steine führte und daher als Anziehender die Initiative hatte. Lange blieb Janowski in der Defensive, stark eingeklemmt, ja, wie es schien, hilflos verpackt wie ein Wickelkind, aber mit unendlicher Geduld und Sorgfalt schuf sich dieser starke, unbeugsame Geist in aller Heimlichkeit eine Stellung deren latente Kräfte nach einem Qualitätsopfer Janowskis (49. Zug) immer deutlicher hervortraten. Obwohl Lasker die Partie in klassischem Stil geführt hatte, tauchten beim 60. Zuge Gefahren auf, die immer bedrohlicher wurden. Nach neunstündigem Kampfe mußte Dr. Lasker beim 78. Zuge sich für besiegt erklären. Janowski hatte Schläge geführt, wie mit Thors Hammer.
0-1 [Georg Marco]Soviel zum Qualitätsopfer, das Kerstin Kunze hätte bringen sollen, weil es für sie per se gut ist.
Der zweite gute Grund waren die kaum verhohlenen weißen Absichten. Auch dieses Motiv lässt sich klassifizieren. Der russische Autor und Fernschachschspieler Victor Charushin hat das in meheren Büchlein getan und sich dort Themen wie "The Steeplechase" oder "Mitrofanov’s Deflection" gewidmet. Es ist das Verdienst von Endspiel-Pabst Karsten Müller all diese Büchlein überarbeitet und im "Tactician's Handbook" zusammengefasst neu veröffentlicht zu haben. Das erste Kapitel widmet sich Aljechins Block:
Consider Black’s castling position. The row of pawns in front aspire to build an impregnable bastion defending the king. The first duty of the attacker is to rupture that pawn barrier. The simplest way to do so is by a pawn storm, but advancing the white pawns will cost much time and is fraught with the danger of weakening his own king’s position, when failure leads to an immediate counterattack and inevitable defeat.
A more reliable method of softening the enemy pawn barrier is by piece pressure. For example, place the white queen on h4 and a bishop on d3.
The threat of mate on h7 forces Black to move one of his pawns. The move …h7-h6 is the least successful, leading only to further weakening of Black’s position. White’s queen goes to e4 and Black must play …g7-g6 or ...f7-f5, after which his pawn fortress loses strength. Instead, the move …g7-g6 weakens the dark squares, and makes sense only with a subsequent transfer of Black’s bishop to g7 - time consuming or often simply impossible. The most active defense against be h7-mate involves...f7-f5. This move begins to illustrate the role of Black’s rook on f8. Before the pawn move, this rook is passive and only cramps the king. After ...f7-f5, however, the rook gains in strength and supports the f-pawn, nurturing hope of a counterattack.
Therefore, it is a perfectly natural idea for White to blockade the f7-pawn by placing a rook, for example, infront of it on the f6 square. Thus the black defensive order is permanently frozen, while White’s rook penetrates into the enemy camp. True, the situation is complicated by the defender’s ability to capture the blockading piece, and the correctness of the sacrifice must be calculated accurately. But placing the white rook on f6 sets in motion this blockading operation, which we will refer to as Alekhine’s Block or simply the Block.
At the beginning of the 20th century, the attractive ideas underlying the Block were brilliantly realized by Alexander Alekhine. A profound understanding of the game led him to conclude that the Block can be executed not only by a rook on the f6-square, but on any square of the sixth (third) rank by any piece.
...
There can be no doubt that a blockading piece sacrifice on the sixth (third) rank should be called 'Alekine's Block'.
Das Ur-Beispiel für Aljechins Block dürfte folgende Simultanpartie des vierten Weltmeisters gewesen sein (Anmerkungen aus "The Tactician's Handbook"):
Alexander Alekhine - V. Ostrogsky [D00]
Alekhine sim/Moscow 1910
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22. Rf6!!
Droht 23.Th6
22... Ng6
22... gxf6 23. Nxf6+ Kg7 24. Qh6#
22... g6 23. Raf1 Be8 24. Rxg6+ fxg6 25. Rxf8+ Kxf8 26. Qh8+ Kf7 27. Nh6#
23. Rxg6 fxg6 24. Bxg6 1-0 [Victor Charushin/Karsten Müller]
Im Buch werden sehr viele Beispiele genannt. Auch eine der berühmtesten Kombinationen der Schachgeschichte (Frank Marshalls 23...Dg3!! gegen Lewizki, Breslau 1912) ist eine Spezialform von Aljechins Block.
Und auch das folgende Beispiel eines weiteren Weltmeisters ist sehr bekannt. Die Kommentare sind auszugsweise aus Bobby Fischers "Meine 60 denkwürdigen Partien" entnommen.
Robert James Fischer - Pal C Benko [B09]
USA-ch/New York (10) 1963
"CHESS LIFE berichtete im Januar 1964: 'In den späteren Etappen des Turniers taten einige Gegner Fischers fast so, als wollten sie ihm ein 11:0-Ergebnis garantieren, was Bobby dann erreichte. Die wachsende Spannung arbeitete zu Fischers Gunsten. ... Am Montag, den 30. Dezember, gewann Fischer seine letzte Partie des Jahres 1963 - er vernichtete Paul Benkö mit einer netten kleinen Kombination, nachdem Benkö einige selbstmörderische Tendenzen in der Handhabung seiner Verteidigung gezeigt hatte.' Und so wird in 21 Zügen ein weiterer Großmeister demoliert. Benkö übersieht eine Vereinfachungsmöglichkeit (im 15. Zuge), mit der er zwar ein schlechteres, aber möglicherweise haltbares Endspiel erreicht hätte. Zum Glück für den Leser, der sonst um den funkelnden 19. Zug von Weiß geprellt worden wäre. Der allein ist das Eintrittsgeld wert." (Larry Evans)
1. e4 g6 2. d4 Bg7 3. Nc3 d6 4. f4 Nf6 5. Nf3
Ich hörte, wie jemand diese Partie einem Anfänger erklärte: "Sie schlagen hier den Springer, und eine weitere Figur kommt heraus und ersetzt ihn, so daß Schwarz in Wirklichkeit die weiße Entwicklung nicht aufgehalten hat ..."
8... Nc6 9. Be3 e5 10. dxe5 dxe5 11. f5 gxf5 12. Qxf5 Nd4 13. Qf2
Ich war versucht, die Herausforderung anzunehmen mit
13. Qxe5! Ng4 14. Qxg7+ Kxg7 15. hxg4 mit Drohungen auf dem ganzen Brett. Zum Beispiel nach 15... Ne6 (aber nach 15... Nc6 ist die Stellung schwer zu knacken.) 16. e5 Rh8 17. Bh6+ Kg8 18. Ne4 und gewinnt.
13... Ne8 14.
15... f5 16. Bh6 Qf6 17. Bxg7 Qxg7 18. Qxg7+ Kxg7 19. exf5 N6xf5 20. Rae1 Rae8 21. Ne4 mit bequemen Spiel, aber sicherlich keinem forcierten Sieg.
Zu passiv. Schwarz sollte die Gelegenheit zu
16... c5! nutzen.
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19. Rf6!
Ein Blitz aus heiterem Himmel! Den Zwischenzug hatte Benkö übersehen. Er erwartete
19... Kg8
Erzwungen. Auf
19... dxc3 folgt 20. e5 nebst Matt.
Schwarz hoffte auf
21. Rxd6 Qxe5! und er überlebte zum Endspiel. Schwarz gibt auf. Es gibt keine Verteidigung gegen die Drohung T:d6
21. Ne2 Auf 21... Nb5 gewinnt(21... Bxf6 22. Qxh6 erzwingt das Matt.) 22. Qf5
1-0 [Bobby Fischer/Larry Evans]Abschließend zurück zu Aue II - AEM II. Die folgende Partie kann es durchaus mit Heyder - Heinke aufnehmen ...
Christian Schubert (1789) - Jakob Noennig (2065) [C45]
Oberliga Ost 2 A (3.4) 2025
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36. R1e3??
Weiß hatte seit längerem die Koordination seiner Figuren vernachlässigt, was die Bewertung Schritt für Schritt zu seinen Ungunsten beeinflusste, aber erst der Textzug sorgt für eine Verluststellung. U. a. weil er den Kollegen auf e4 in exponierter Lage und ohne ausreichend Felder belässt.
36... f5
36... c5 37. Rf4 c4 38. Nc1 f5! (38... Nd5 39. Rg4 Nxe3)
39. Bxf5 Nxf5 40. Rxf5 Rxd4 41. Rfe5 Rd1+ 42. Re1 Rxe1+ 43. Rxe1 Rd2 44. Ne2 Rxb2
sind alles gewinnbringende Alternativen, aber der Textzug ist fein.
37. Re5 Rd5 38. f3 h5 39. Kh2 Rxe5 40. Rxe5 f6 41. Bxf5 Rc7
Hier wird das Dilemma noch einmal deutlich: Der Lh7 drohte eingesperrt zu werden und musste sich in Abhängigkeit vom Te5 begeben, der seinerseits nicht genug Platz entlang der 5. Reihe hat. Dabei sind der Tc7 und der Lb7 alles andere als beeindruckend, aber der Se7 (in Verbindung mit den Bauern) ist ein Monster!
42. Rxe7 Rxe7 43. Be4 f5 44. Bxf5 Re2+ 45. Kh3 Rxb2 46. Nc1 Rb4 47. Ne2 Rxa4
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Schwarz wird diese Stellung verlieren - Schach kann wirklich brutal sein.
48. Nf4 Rc4 49. g4 a4 50. g5 c5 51. g6 Bxf3 52. Kg3 Rc3 53. Ne6+ Kg8 54. Kf4 Bd5 55. Nc7 Bb3
Vielleicht war es am praktischsten abzuwickeln?
55... Rf3+ 56. Kg5 Rxf5+ 57. Kxf5 Bc6 58. d5 Bd7+ 59. Ke5 a3 und was soll passieren? Aber das sagt sich hinterher leicht.
schwer zu sagen, was Jakob von 57... a2 abhielt.
Man glaube es oder nicht: Das vergibt offenbar schon den Gewinn, der bereits leichte Kunststückchen erforderte. Machbar, aber mit vermuteter Zeitnot schon nicht mehr trivial.
59. Bb1??
59. Kh6! Rg3 (59... a2?? 60. g7 Rg3 (60... a1=Q 61. Bh7+ Kf7 62. g8=Q+ Kf6 63. Qg7#) 61. Be6#) 60. d7 Bxd7 61. Bxd7 Rg2 62. Be6+ Kf8 63. Kh7 Ke7 64. Bd5 a2 65. Bxg2 a1=Q 66. g7 und hier schafft die schwarze Dame nur Remis.
59... Bd7 60. Kh6 Rg3 61. Ba2+
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61... Kh8??
Tragisch!
61... Kf8 gewinnt immer noch - der König flüchtet über e8. Nicht so im Text.
62. Ne6! b5 63. g7+ Rxg7 64. Nxg7 c4 65. Nxh5 Bh3 66. Nf4 Bd7 67. Nd5 Be6 68. Nb4 Kg8 69. Kg6 Kf8 70. Kf6 Bg4 71. Bb1 c3 72. h5 Ke8 73. h6 Kd7 74. h7 Kxd6 75. h8=Q Kc5 76. Qf8+ Kc4 77. Ba2+ Kd4 78. Qd6+ Ke4 79. Qe5+ Kf3 80. Qxc3+ Kg2 81. Bd5+ Kh2 82. Qxa3 Bh5 83. Kg5 Be2 84. Kf4 Kg1 85. Qg3+ Kf1 86. Ke3 1-0 [Reyk Schäfer]
Charushin, Victor/Müller, Karsten: "The Tactician's Handbook", Russel Enterprises 2016
Fischer, Bobby: "Meine 60 denkwürdigen Partien", Verlag Dr. Eduard Wildhagen - Hamburg, Deutsche Ausgabe 1971
Hübner, Robert: "Der Weltmeisterschaftskampf Lasker - Steinitz 1894 und weitere Zweikämpfe Laskers", Edition Marco 2018
Rowson, Jonathan: "Chess for Zebras", Gambit 2005
Watson, John: "Geheimnisse der modernen Schachstrategie (Fortschritte seit Nimzowitsch)", Gambit, Deutsche Ausgabe 2002
"Schach" 1/1998, Sportverlag Berlin 1998
Chessbase: Megabase 2024
chess.com/simaginfan: The First Lasker - Janowsky Match. 1909.
chess.com/Tatev Abrahamyan: Material imbalances: Exchange Sacrifice
Lichess: Beispiele Aljechins Block
Quality Chess: Ankündigung "Chess imbalances"
Tatasteel: Analyse/Interview Gukesh
Wells, Peter/Chess Moves: Exchange Sacrifices and the Psychology which Surrounds Them
Alexander Aljechin: Wikipedia; George Grantham Bain Collection (Library of Congress) derivative work
Ding Liren: Wikipedia; Frans Peeters - https://www.flickr.com/photos/suspeeters/52638550043/
Alexander Grischuk: Wikipedia; (1992) Vizeweltmeister U10 in Duisburg, GFHund - Eigenes Werk
David Janowski: Wikipedia; foto dello scacchista polacco David Janowski
Jonathan Rowson: Wikipedia; Jonathan Rowson bei der 38. Schacholympiade in Dresden 2008; Frank Hoppe - Own work
Alle anderen: Eigene Bilder