Partienauswahl Horst Handel

Hinweis: Klicken auf das Dreieck rechts unterm Brett schaltet die Varianten für das Nachspielen mit der Tastatur ein/aus.

Horst Handel Wie in den News schon berichtet, schenkte Horst Handel dem Löberitzer Schachmuseum großzügig seine Sammlung mit vielen interessanten Exponaten. Er ist auch ein sehr starker Spieler, was er u. a. durch zwei Bronzemedaillen 1962 bei der Studenten-WM und 1995 bei der Fernschach-WM (noch für die DDR) unterstrich.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf das Buch "Schach in Ostberlin" von Wolfgang Thormann/Arno Nickel verweisen, das neben der Zeitschrift "Schach" als Quelle für die beiden nachfolgenden Partien dient. Die Autoren stellen darin viele Berliner Protagonisten mit einem Kurzporträt und einer Partie vor. In einem weiteren Kapitel folgen noch mehr Partien &nash; auch wieder mit zumeist zeitgenössischen Kommentaren. Vor allem in diesem Abschnitt haben die Autoren auch Verbesserungen aus heutiger Sicht angeregt. In den Handel-Partien ist aber noch Raum für Ergänzungen, den ich nachfolgend nutzen möchte. Natürlich engine-gestützt. Weiterhin habe ich einige Referenzpartien eingefügt.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Partie gegen Fernschach-Kollege Fritz Baumbach. Hier spielt Handel mit 9.Dd2 seinen Patentzug, der von der damals wie heute üblichen Hauptvariante abweicht. Da die Stellung sehr verwickelt ist, ist natürlich die Sicht mit heutigen Engines interessant. Mein Verdikt: Die Variante ist aus praktischer Sicht gut spielbar.

Horst Handel - Friedrich Baumbach [C15]

Berlin 1956


1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nc3 Bb4 4. Bd3

"Seine" Lieblingsvariante gegen die Französische Verteidigung, die er zu seinem Spezialstudium gemacht hat und in der er alle Abweichungen in traumwandlerischer Sicherheit beherrscht (Ullrich). 4.e5 ist der mit Abstand häufigste Zug an dieser Stelle, aber auch 4.e;d, 4.Sge2 und 4.a3 wurden bislang häufiger gespielt. Die Engine sieht das ganz ähnlich (nur 4.e5 ist vorteilsträchtig) und gibt Schwarz hier Ausgleich. (RS)

4... c5

4... dxe4 wird etwas häufiger gespielt und ist vielleicht ganz, ganz leicht zu bevorzugen. Letztlich ist die Entscheidung zwischen 4...d;e und 4...c5 wohl Geschmackssache. Beides sollte bequem spielbar sein für Schwarz. (RS) 5. Bxe4 Nf6 6. Bg5 Nbd7 empfiehlt Anish Giri in seinem chessable-Kurs. (RS)

5. exd5

5. a3 Bxc3+ 6. bxc3 c4 7. Be2 Qa5 8. Bd2 Nf6 9. e5 Ne4 10. Bh5 Nc6 11. Ne2 Bd7 12. f3 Nxd2 13. Qxd2 Qd8 14. f4 Qh4+ 15. Ng3 O-O-O 16. O-O g6 17. Bf3 Rdf8 18. Ne2 f5 19. exf6 Qxf6 20. g3 h6 21. Bg2 Qg7 22. Kh1 g5 23. Ng1 g4 24. f5 h5 25. fxe6 Bxe6 26. Rxf8+ Qxf8 27. Ne2 h4 28. Nf4 Qf5 29. gxh4 Rxh4 30. Nxe6 Qxe6 31. Qg5 Qh6 32. Qf5+ Kb8 33. Re1 Rxh2+ 34. Kg1 Rh5 35. Qf7 a6 36. Bxd5 Nd8 37. Qd7 Qg5 38. Qd6+ Ka7 39. Qc5+ Kb8 40. Qd6+ Ka7 41. Qc5+ Kb8 ½-½ Polgar,J (2635)-Kortschnoj,V (2635) Women-Veterans Prague 1995 (10)

5... Qxd5 6. Bd2 Bxc3

6... Qxg2?? 7. Be4

7. Bxc3 cxd4 8. Bxd4 Qxg2










Nach dem Textzug ist eine bekannte theoretische Variante entstanden. Baumbach erwartete den Theoriezug 9.Df3 (Ullrich).

9. Qd2!

Handels Patentzug, eine geniale Konzeption, deren Konsequenz in der Folge 9...D:h1 10.0-0-0 D:g2 liegt (Ullrich). Objektiv ist 9.Df3 wohl stärker und der Textzug wurde selten gespielt. Allerdings würde er heutzutage wohl als Neuerung für eine Partie taugen: - es ist nicht der Engine-Liebling. Die Bewertung schwankt leicht von += (9.Df3) zu =+, aber widerlegbar ist der Zug nicht. - Schwarz müsste am Brett schwieriger Entscheidungen treffen, falls er sich nicht auskennt (RS)

9. Qf3 Qxf3 10. Nxf3 f6 11. Rg1 Kf7 12. O-O-O Nc6










13. Bc4? (13. Bc5!) 13... Nge7 14. Bc3 a6 15. Nd4 Nxd4 16. Bxd4 b5 17. Bb3 Nd5 18. Bxd5 exd5 19. Rge1 Bg4 20. Rd3 Rhe8 21. Rde3 Re6 22. Kd2 Rc8 23. b3 Re4 24. Rxe4 dxe4 25. Rxe4 Bf5 26. Re2 Rxc2+ 27. Ke3 Rc1 28. f3 g5 29. Kf2 h5 30. Re1 Rc6 31. Bb2 h4 32. Re2 a5 33. Re1 a4 34. bxa4 bxa4 35. Rc1 Rd6 36. Ke3 Re6+ 37. Kd2 Bh3 0-1 Perunovic,M (2582)-Istratescu,A (2633) Neckar op-A 16th Deizisau 2012 (8)

9... Nc6

Nach sehr langem Nachdenken entschloß sich Schwarz, den Strudel der Verwicklungen nach 9...D:h1 zu vermeiden. (Ullrich) Der Textzug glaubt dem Weißen und führt so bereits zur etwas unangenehmeren Stellung. (RS)

9... Qxh1 sicher am konsequentesten 10. O-O-O Qg2 Für die Möglichkeiten, die sich hier ergeben können, reicht der Raum hier nicht aus, um sie alle anzuführen. Verraten sei jedoch, daß nach dem bisherigen Stand der Untersuchungen das Turmopfer korrekt ist. (Ullrich) Nach 10...Dg2 ist die Stellung definitiv in Ordnung für Weiß. Kritisch ist 10...f6!(10... f6! 11. f3 e5 12. Bc5 Nc6 13. Qf2 Nge7 14. Ne2 Qxd1+ 15. Kxd1 Stockfish gibt Schwarz hier mit den Türmen gegenüber Dame und Bauernstruktur die minimal bessere Seite vom Ausgleich. Da Schwarz aber noch deutlich schlechter entwickelt ist, muss er in den nächsten Zügen genau agieren. Somit sollte 9.Dd2 zumindest aus praktischer Sicht Berechtigung haben.) 11. Bf1 Qd5 12. Bxg7 Qxd2+ 13. Rxd2 f6 14. Bxh8 Nc6 15. f4 Ke7 16. Bd3 e5 17. fxe5 Nxe5 18. Bxh7 Weil der Lh8 schlecht steht, kann Schwarz hier wohl dennoch ausgleichen. 18... Nh6 19. Rg2 Nf5 20. Ne2 Be6 21. Bxf5 Bxf5 22. Bg7 Be4 23. Rf2 Kf7 24. Rxf6+ (24. Bh6 Bxc2! 25. Kxc2 Ng4=) 24... Kxg7 25. Re6 Nd3+! 26. cxd3 Bxd3=

9... f6 ist jedoch eine spielbare Alternative für Schwarz, die ggf. zu Zugumstellung gegenüber 9...D:h1 führt. 10. O-O-O Qxh1

10. O-O-O Bd7

10... f6 11. Ne2 Sax war offenbar einer der wenigen starken Spieler, der die Idee aufgriff. 11... Qd5 12. Rhg1 Qxa2 13. Qc3 Kf7 14. Bc5 Qa1+ 15. Kd2 Qa5 16. b4 Qd8 17. Kc1 Qe8 18. Rg3 Nge7 19. Rdg1 g6 20. Nf4 Ne5 21. Be4 Nf5 22. Nh5 Nxg3 23. Qxg3 Qa4 24. Kb1 a5 25. Nxf6 axb4 26. Bd4 Rd8 27. Bxe5 1-0 Sax,G-Bodo,M Hungary 1968

11. Ne2 Nxd4 12. Nxd4 Qd5 13. Nb3 Ne7 14. Rhg1 Ng6 15. f4 Qd6 16. Rgf1 Rd8?

Um rochieren zu können, muss der Ld7 geschützt werden.

16... O-O? würde nach 17. Bxg6 eine Figur kosten (Ullrich).

16... O-O-O!

17. Qe3?

17. Qc3!

17... Qb6 18. Qg3 Bb5?

Der entscheidende Fehler. Richtig war

18... O-O Der weiße Angriff mit 19. h4 kannn mit 19... Bb5 bekämpft werden. Nach dem Textzug gerät der schwarze König in das Kreuzfeuer der weißen Figuren (Ullrich).

19. Bxb5+ Qxb5










20. f5 Rxd1+ 21. Rxd1 Qxf5 22. Qb8+ Ke7 23. Qxb7+ Kf6 24. Nd2 Nf4?

24... Kg5

25. Ne4+ Kg6 26. Rg1+ Kh6










27. Nd6! Ne2+ 28. Kb1 Qf6 29. Nxf7+ Kh5 30. Rg5+ Kh4 31. Qe4+

aufgegeben, da nach

31. Qe4+ Nf4 32. Qe1+ zum Matt führt. Eine für die Schachtheorie bedeutungsvolle Partie! (Ullrich)

1-0 [B. Ullrich]

In der folgenden Partie muss einmal mehr der große DDR-Vorkämpfer Wolfgang Uhlmann dran glauben. Wir haben auf unserer Seite bereits den Sieg des damaligen klaren Außenseiters und Debütanten Artur Hennings gezeigt, der sich zwei Jahre später in Aschersleben ereignete. Dazu muss man natürlich anmerken, dass Uhlmann als klarer Favorit in diese Titelrennen ging und häufig Risiken nahm, um Gewinnchancen zu kreieren. Vor allem dann, wenn er wie 1961 durch den starken Lauf eines Konkurrenten dazu gezwungen wurde. Dabei wich er häufig – wie auch in der folgenden Partien – möglichen Remisvarianten aus und ab und an ging es auch einmal nach hinten los. Mit elf DDR-Meister-Titeln hält er natürlich dennoch den Rekord. Bemerkenswert aber auch, wie beherzt Horst Handel seine Chance nutzt.
Wir geben zunächst ein paar Hintergrundinformationen zur DDR-Meisterschaft 1961 aus der Zeitschrift "Schach". Das Championat fand in der kleinen Stadt Premnitz statt. Premnitz liegt heute im Landkreis Havelland in Brandenburg und zählt noch ca. 8000 Einwohner. Gänzlich rund scheint die Durchführung seinerzeit nicht gelaufen zu sein:

"Die Beispiele von Sömmerda 1957 und Schkopau 1958 haben jedoch gezeigt, daß objektive Schwierigkeiten den Ablauf des Turniers ungünstig beeinflussen. Diese Erfahrungen hätten den Verantwortlichen genügen müssen, um sich viel gründlicher und sicher auch zeitiger über die vorhandenen Möglichkeiten zu informieren. Durch den langen Anfahrtweg zum Spiellokal, die Einsparung von Ruhetagen und die Unzulänglichkeit des Turniersaals waren den Teilnehmern unnötig erschwerte Bedingungen auferlegt worden. Begeisterung und Bereitwilligkeit von seiten der meist noch unerfahrenen Funktionäre der gastgebenden BSG sind für die Anforderungen, die ein größeres Turnier stellt, allein nicht ausschlaggebend. Zumindest ist es erforderlich, Meisterschaften in solche Kreise zu vergeben, wo eine aktive Unterstützung durch die Bezirks- und Kreisfachausschüsse gewährleistet ist. Trotzdem gelang es den Organisatoren, vor allem dem Ehepaar Ahrens, besonders bei der Premnitzer Jugend Begeisterung für das Schachturnier zu erwecken."

Soweit "Schach" 6/61, S. 81. Im nächsten Abschnitt zitieren wir noch von ebenda Auszüge vom Turnierverlauf, die für unsere Partie relevant sind.

"Den Verlauf des Turniers diktierte zweifelsfrei Lothar Zinn vom SC Einheit Dresden. Er wies eine blendende Form auf, spielte wie immer lebendig und gleichzeitig hartnäckig und verfügte über das beste Stehvermögen.
...
Großmeister Wolfgang Uhlmann mußte alle Register seines Könnens ziehen, um seinen Klubkameraden nicht aus den Augen zu verlieren
...
In mustergültiger Spielweise gewann er wie Zinn sieben Partien hintereinander und hatte den tapferen Ausreißer in der 12. Runde eingeholt und in der 13. Runde überholt. Dann folgte die dramatische Partie gegen Handel. Anfangs übersah Uhlmann einen Bauernverlust, erspielte sich aber trotzdem einen Stellungsvorteil. Aufgestachtelt durch den leichten Sieg Zinns gegen Malich überforderte Uhlmann seine Position, ließ absichtlich Remis aus und wurde am Ende mit einer Niederlage bestraft. "

Wikipedia: Eintrag DDR-Meisterschaft 1961 mit Kreuztabelle und mehr


Horst Handel - Wolfgang Uhlmann [C06]

DDR-ch11 Final/Premnitz (14) 1961


1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nd2

Eine hochmoderne Variante der Französischen Verteidigung, die eigentlich Uhlmanns Lieblingsvariante ist.

3... Nf6 4. e5 Nfd7 5. Bd3 c5 6. c3 Nc6 7. Ne2 Qb6 8. Nf3 cxd4 9. cxd4 f6 10. exf6 Nxf6 11. O-O Bd6










12. Nc3

In der Partie Fuchs - Uhlmann folgte

12. Bd2 mit der Idee, den Läufer nach c3 zu stellen, um den Vorstoß e5 zu erschweren. RS: Uns fällt hier die berühmte Partie aus Arturs Bierwette ein, die zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht gespielt war. 12... O-O 13. Bc3 Bd7 14. Qd2 Rae8 15. Rae1 Re7 16. Ng3 Ng4 17. h3 Nh6 18. Bb1 Bxg3 19. fxg3 e5 20. Qg5 Nf7 21. Qh5 e4 22. Qxd5 exf3 23. Rxe7 Nxe7 24. Qxd7 Nc6 25. Kh2 fxg2 26. Kxg2 Qd8 27. Rxf7 Rxf7 28. Bxh7+ Kxh7 29. Qxf7 Nxd4 30. Qh5+ Kg8 31. Qe5 1-0 Hennings,A-Uhlmann,W DDR-ch13 Final Aschersleben 1963 (17)

12. b3 O-O 13. Bb2 Bd7 14. Nc3 Nb4 15. Bb1 Be8 16. Ne5 Bh5 17. Qd2 Rac8 18. h3 a5 19. Re1 Nc6 20. Nxc6 Rxc6 21. Bd3 Bb4 22. a3 Bxc3 23. Bxc3 Qxb3 24. Bxa5 Ne4 25. Rxe4 dxe4 26. Bxe4 Rc4 27. Rb1 Qa4 28. Bb4 Rd8 29. Qg5 Rcxd4 30. Re1 Bf7 31. Bc3 h6? (31... Qxa3!=) 32. Qe5 b6 33. Re3 Kf8 34. Rf3 R8d7 35. Bg6 Rd1+ 36. Kh2 Ke8 37. Qb8+ 1-0 Tiviakov,S (2649)-Dgebuadze,A (2512) Pfalz op 01st Neustadt an der Weinstrasse 2008 (4)

12... O-O

Damit war in wenigen Minuten die von beiden Seiten erstrebte Stellung erreicht.

13. Be3 Bd7 14. b3

14. a3 RS: Dies dürfte stärker sein. 14... Qd8 15. h3 Rc8 16. Re1 Kh8 17. Rc1 Qe8 18. Rc2 a6 19. Rce2 Rc7 20. Bc1 b5 21. Bb1 Nd8 22. Qd3 Qf7 23. Ne5 Qg8 24. Bf4 Be8 25. Qd2 Nb7 26. Nd3 Bg6 27. Rxe6 Bxf4 28. Nxf4 Bxb1 29. Rxb1 Nh5 30. Nfxd5 Rxc3 31. Re5 Rcc8 32. Rxh5 Qf7 33. Re5 Nd6 34. Ne3 Qg6 35. Rf1 h6 36. d5 Nc4 37. Nxc4 Rxc4 38. Re2 Rd8 39. Rd1 Rd6 40. Qe1 Rc5 41. Re5 Kh7 42. Qe3 1-0 Geller,E-Uhlmann,W Skopje/Ohrid Solidarnost-02 1968 (16)

14... Rac8 15. Na4 Qd8










16. Rc1

Um Lb1 nebst Dd3 vorzubereiten. Schwarz will diese Drohung mit Le8-g6 parieren.

16... b6 17. Bb1 Be8 18. Ng5 Qe7 19. f4










19... Bh5?

Verliert zwar keinen Bauern, doch wird nun die schwarze Königsstellung aufgerissen. RS: Handel gibt keine Alternativen an. Etwas besser war

19... Ba3 20. Rc3 h6 aber auch nach dem Partiezug behält Schwarz Vorteil, so dass das Fragezeichen übertrieben ist.

20. Bxh7+! Kh8 21. Qd3 Nb4

21... Nxd4! RS: Hier wäre ein Fragezeichen beim Partiezug eher angebracht, da er an dieser Möglichkeit vorbei geht, die schwarzen Vorteil bewahrt hätte. 22. Rxc8 (22. Qxd4 Rxc1 23. Rxc1 Nxh7) (22. Bxd4?! Rxc1 23. Rxc1 Bxf4) 22... Ne2+ 23. Kh1 Rxc8 24. Qa6 Rf8 25. Bd3 e5

22. Qb1 Rxc1 23. Rxc1 Nxa2 24. Rf1 b5!

Dadurch wird der Sa2 mit Tempo über c3 ins Spiel gebracht.

25. Nc5 Bxc5 26. dxc5 Nc3 27. Qc2 d4! 28. Bf2 e5

Auf

28... Qxc5 29. Nxe6 behält Weiß einen Bauern mehr, da der Bd4 noch fällt.

29. Kh1 Ng4 30. Bg1










30... Rxf4

RS: Stockfish gibt eine sehr hübsche Variante an:

30... Qxg5! 31. fxg5 Rxf1 32. Bd3 Bg6! 33. Bxg6 Nd1 34. g3 Ndf2+ 35. Qxf2 Nxf2+ 36. Kg2 Rc1 37. Bxf2 a5 RS: Das Läuferpaar ist machtlos gegen die schwarzen Freibauern.

31. Rxf4 exf4 32. Qf5 Ne2 33. Bg6 Bxg6 34. Qxg6 Nf6 35. Bf2










35... Qe8

35... Qxc5 erzwingt Remis durch Dauerschach, aber der Titel eines Deutschen Meisters lockte, und so wollte Uhlmann gewinnen.

36. Qf5 a5 37. Qh3+ Kg8 38. Qf3 Nc3 39. Bxd4 Qe1+ 40. Bg1 Ncd5 41. Qd3 Qe8 42. h3 Ne3 43. Qd6 Nf5 44. Qd3

Genauer dürfte

44. Qxf4 sein, denn die Drohung 44... Nh5 nebst Shg3+, Kh2 Sf1+ und Sg3## wird durch 45.Df3 pariert.

44... g6

Auch 44... Qd7 scheint wegen 45. Qf3 nebst Laufen des c-Bauern nicht mehr auszureichen.

45. Bf2 Kg7 46. Qf3 Nh5 47. Qb7+










47... Kf6

47... Qe7 48. c6 Kf6 49. Nh7+!

47... Ne7 48. Bd4+ Kh6 49. h4!

48. Nh7+

48. Ne4+?? Qxe4 49. Qxe4 Nhg3+

48... Ke5 49. c6 Nd6 50. Qb6 Ng3+ 51. Kg1 Ne2+ 52. Kh2 Ne4?

Uhlmann in höchster Zeitnot, aber die schwarze Stellung ist auch ohne diesen Fehler verloren.

53. Qxb5+ Kd6 54. Qxe2 Qe5 55. Kg1 Kxc6 56. Qc4+ Kb7 57. Qd4 1-0 [Schach 7/61, S. 100 Horst Handel]

Game(s) in PGN