XXXIV. Franz-Ohme-Gedenkturnier 2018

Viele Sieger Wenige Teilnehmer Ein Verlierer

Zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel ist in Löberitz traditionell die Zeit, in der die Mitglieder der Schachgemeinschaft 1871 Löberitz ihres Vereinsgründers Franz Ohme gedenken.
Durch eine begleitende Aufforderung auf der Vereinshomepage oder durch Turnierankündigungen in den Zeitschriften Schach, Rochade Sachsen-Anhalt oder dem Schach-Magazin 64 kamen Schachfreunde aus vielen Teilen Deutschlands, um auf die Besten des gastgebenden Vereins zu treffen. Parallel wurde noch ein B-Turnier oder ein Nachwuchsturnier durchgeführt. Viele Freundschaften haben sich daraus entwickelt.

So hätte ein Turnierbericht vor 10 oder 15 Jahre beginnen können. Diese Zeit ist schon lange vorbei. Die Löberitzer Spitzenspieler zieht es zu den großen Turnieren im In- und Ausland. Dort können sie sich beweisen und das tun sie dort auch.

Das Fehlen der starken einheimischen bzw. der zum Verein gehörigen Spieler hat natürlich generell für die Turniere in Löberitz einen Nachteil. Denn warum soll man sich auf eine weite Reise machen, wenn vor Ort nur einige mittelmäßige Spieler antreten. Nichts gegen diese Leute, immerhin zähle ich mich ja auch dazu.

Diese Situation ergab sich auch vor dem Jahreswechsel 2018/19. Dennoch hatten sich wieder einige Spieler zusammengefunden, um Franz Ohme die gebührende Ehre zu erweisen. In der Endwertung gab es ein totes Rennen zwischen drei Spielern. Auf Stichkämpfe verzichtend, platzierten sich Klaus-Dieter Fenske, Konrad Reiß und Heiko Thomaschewski auf dem geteilten 1. Platz. Alle weiteren Teilnehmer konnten nicht gegen die drei führenden Spieler punkten und mussten sich hinter ihnen einreihen.

Als Siegpreise gab es wertvolle Graphiken von Elke Rehder aus Barsbüttel zu Schachgedichten von Hans Peter Schmitt und Erich Fitzbauer. Die Graphiken waren von den Dichtern und der Graphikerin signiert. Hierfür meinen herzlichsten Dank an Elke Rehder.

Ähnlich verlief das Blitzturnier zum Jahresabschluss. Es war inzwischen schon das 36. Hier gab es einen ähnlichen Ausgang wie im Franz-Ohme-Gedenkturnier. Klaus-Dieter Fenske und Konrad Reiß lieferten sich bis zum Schluss einen harten Kampf. Dritter wurde Heiko Thomaschewski knapp vor Michael Säuberlich.

Obwohl es interessante Spiele und Gespräche gab und die Kaffeemaschine nie still stand, konnte doch einen Verlierer diagnostiziert werden. Das war das Löberitzer Turniergeschehen und Vereinsleben. Als Konsequenz der geringen Teilnehmerzahlen werden in Zukunft diese Turniere nur noch als Einladungsturniere, weil besser planbar, und auf Löberitz beschränkt durchgeführt.

Konrad

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