Billing, A. - Mihok, O.
DEM u8 m, 2001

Thomas Liebs, Michael Zeuner


1.e4 e6 2.d4 d5 3.e5 c5 4.c3 Sc6 5.Sf3 Ld7
[5...Db6 6.Ld3 Sge7
(6...cxd4 7.cxd4 Sxd4? 8.Sxd4 Dxd4? 9.Lb5+!)]
6.Le2 cxd4 7.cxd4 f6 8.O-O fxe5 9.dxe5 Db6 10.b3 Sh6 11.Lb2
[11.Lxh6? gxh6 Schwarz steht besser, da der Bauer e5 sehr schwach ist und Weiss keine Kontrolle ueber das Zentrum sowie die schwarzen Felder hat.]
11...O-O-O 12.Te1? Tempoverlust! Lc5 13.Tf1 Thf8
[13...Sg4! Weiss kann den Bauern f2 nicht mehr verteidigen. Dadurch wird Schwarz auch irgendwann e5 gewinnen.]
14.a3 Le7 15.b4 Kb8 16.Ld4?
[16.Sbd2 mit der Idee Sb3, um das Feld d4 unter Kontrolle zu bekommen.]
16...Sxd4 17.Dxd4 Dxd4 18.Sxd4 Sf5! 19.Td1 Sxd4 20.Txd4 Tf5 21.f4 g6
[21...Tdf8! 22.g3 g5! 23.fxg5
(23.Sc3 gxf4 24.gxf4 Txf4 Schwarz hat einen Bauern mehr, sein Koenig steht sicherer und der Bauer e5 ist schwach.)
23...Lxg5]
22.Lg4 Tf7 23.g3 a5 24.Sd2
[24.bxa5? Lc5]
24...Tc8 25.Ld1 Tc7? Die Musik spielt auf dem Koenigsfluegel!
[25...Tcf8]
26.Kg2 a4 27.Ta2? Stellt den Turm ins Abseits. g5! 28.h3 gxf4 29.Txf4 Txf4 30.gxf4 Tc8 31.Lc2 Tg8+ 32.Kf2 Lh4+ 33.Ke3 # # h6
[33...Tg3+ 34.Ke2
(34.Kd4 Ld8 35.Ld3 (35.Lxh7 Lb6#) 35...Lb6+ 36.Kc3 Lb5)
34...Lb5+ Waehrend alle schwarzen Figuren den weissen Koenig jagen, spielen die weissen Figuren gar nicht mit. Schwarz steht auf Gewinn.]
34.Sf3 Ld8 35.Sd4 # Lb6! 36.Ld1 Tg3+ 37.Lf3 Lxd4+! ...und Schwarz hat eine Figur mehr!!

0-1

Wilke, F. - Brumme, J.
DEM u8 m, 2001

Hannelore Liebs, Michael Zeuner


1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 Sf6 4.Lb5 Lc5 5.b3 O-O 6.Lb2 a6 7.Ld3 d6 8.De2 Sb4 9.O-O-O Schwarz steht hier besser. Seine Koenigsstellung weist im Gegensatz zur weissen (Bauer b3) keine Schwaechen auf. d5?
[9...b5 mit der Idee Lb6, c5, Le6, Tc8 und c4. Dadurch wird die sehr schlechte Stellung des Ld3 ausgenutzt. 10.a3 Sxd3+ 11.Dxd3 b4 12.axb4 Lxb4 ...und die weisse Koenigsstellung wird immer unsicherer. Der schwarze Plan ist jetzt Ld7, a5, a4.]
10.Kb1?
[10.exd5! Sxd3+
(10...Sbxd5 11.Sxd5 Dxd5 12.Lc4 De4 13.Tde1 Lf5 14.d3 Dxe2 15.Txe2 e4 16.dxe4 Lxe4 17.Lxf6 Lxf3! 18.gxf3 gxf6)
11.Dxd3 Te8 12.Tde1 Lxf2 13.Txe5 Weiss hat einen Bauern mehr und Entwicklungsvorsprung. Deshalb steht er besser.]
10...d4 11.Sa4 b5??
[11...Ld6! ..und nun droht b5 mit Figurengewinn.]
12.Sxc5 Dd6 13.h3?
[13.a3 Sxd3
(13...Sc6 14.b4 Weiss hat einfach eine Figur mehr.)
14.Sxd3]
13...Dxc5 14.g4 Le6 15.g5 Sh5 16.Df1?
[16.Sxd4!? exd4
(16...Sf4? 17.Sxe6 Sxe2 18.Sxc5)
17.Dxh5 Sxd3 18.cxd3 a5 ...ein spannender Kampf beginnt. Wobei Schwarz die besseren Chancen hat, da der weisse Laeufer nicht in den Angriff eingreifen kann und die schwarze Koenigsstellung immer noch ohne Schwaechen ist.]
16...Lc4?
[16...Sf4]
17.Tc1?
[17.Lxc4 bxc4 18.Dxc4 Weiss hat einfach einen Mehrbauern.]
17...Lxd3 18.cxd3 Db6?
[18...Dd6! Schwarz steht nun klar besser. Sein Springer wird nach f4 ziehen. Von dort erfuellt er sowohl Verteidigungs- als auch Angriffsaufgaben. Weiss kann den Bauern d3 nur durch Se1 verteidigen. Danach beginnt Schwarz seinen Angriff auf den weissen Koenig mit einem Bauernsturm (a5, c5, a4). Die weissen Figuren stehen voellig unkoordiniert.]
19.Sxe5 Da5? Wie sich gleich zeigt, verliert dies den Springer.
[19...Dd6 und wieder ist das einfach stark. Hier zeigt sich erneut die Felderschwaeche f4 im weissen Lager. Dort wird sich der schwarze Springer einnisten. Danach startet dann die schwarze Bauernwalze am Damenfluegel.]
20.a3 Tfe8 21.Sf3 Sc6
[21...c5 22.axb4 Dxb4]
22.Txc6 b4 23.a4 Te6 24.Sxd4 Txc6 25.Sxc6 Dxg5 26.Sxb4? oeffnet Schwarz die b- linie
[26.De2 mit der Idee De3, d4, Tc1 und den Materialvorteil einfach umsetzen]
26...Dxd2 27.Sc2 Tb8 28.Dc1?
[28.Dd1! Dg5 29.Tg1 Ist viel einfacher!]
28...Dxd3 29.Dg5 Df3?
[29...Dxb3 Nun droht Schwarz Matt. (hier zeigt sich, dass der schwarze Bauer auf b4 eine Schutzfunktion fuer den weissen Koenig hatte)]
30.Tc1 Txb3? 31.Dd8#

1-0

Mihok, Oliver - Huhnstock, Rico
DEM u8 m, 2001

Michael Zeuner


1.e4 e5 2.f4 Lc5 3.Sf3
[3.fxe5? Dh4+ 4.g3 Dxe4+ 5.De2 Dxh1!? Ist mutig, da die schwarze Dame in der Ecke gefangen wird.
(5...Dxe2+ 6.Lxe2 Lxg1 7.Txg1 Sc6 ... und der Bauer e5 faellt. Schwarz steht besser.)
6.Sf3 Sc6 7.c3 um Sd4 zu verhindern Sge7 8.d4 Lb6]
3...d6 4.Lc4 f6? Verstoesst gegen verschiedene Eroeffnungsprinzipien (Schwaechung des wunden Punktes f7, keine zuegige Entwicklung, Bauer f6 nimmt dem Sg8 sein Lieblingsfeld)
[4...Sc6 Deckt auch e5 und entwickelt.]
5.fxe5 dxe5 6.Sxe5!? Weiss waehlt die schaerfste Variante! fxe5 7.Dh5+ g6 8.Dxe5+ De7 9.Dxh8 Df8? Verliert eine Figur und nach dem Tausch der Damen hat Schwarz keine Chance mehr, da er mit einem Turm weniger verbleibt.
[9...Dxe4+ Nur so bleibt es spannend. Fuer die Qualitaet erhaelt Schwarz Entwicklungsvorsprung in einer sehr offenen Stellung. 10.Le2
(10.Kd1?? Lg4+)
(10.Kf1?? Df4+ 11.Ke1 (11.Ke2 Lg4+ 12.Kd3 Dd4+) 11...Df2+ 12.Kd1 Lg4+)
10...Le6
(10...Kf8? 11.Dc3 Mit der Idee Df3 mit Damentausch zu spielen. Lg4 geht hier nicht wegen Dxc5+.)
11.Dc3
(11.d3 Dxg2 12.Tf1 Sc6 13.Sc3 O-O-O Jetzt ist eine komplizierte Stellung entstanden. Weiss muss aufpassen, dass seine Dame nicht gefangen wird. Wenn Weiss aber die Entwicklung ohne Materialverluste abschliessen kann, sollte er gewinnen.)
11...Lg4 12.Dd3 Dxg2 13.Tf1 Lh3]
10.Dxg8 Dxg8 11.Lxg8 Sc6 12.Sc3 Sb4 13.Lb3 Ld7 14.d3 Ld4 15.Ld2 Weiss entwickelt seine Figuren, um anschliessend abzutauschen. Dies ist der einfachste Weg einen Materialvorteil umzusetzen. Lxc3? ... und Schwar z hilft ihm dabei. Wenn man weniger Material hat, darf man nur Bauern tauschen. 16.Lxc3 Sc6 17.Kd2 O-O-O 18.Thf1 Te8 19.Tf2 Se5 20.Lxe5 Txe5 21.Tf8+ Le8 22.Lf7! Kd8 23.Txe8+ Txe8 24.Lxe8 Kxe8 25.Ke3 Kd7 26.Kd4 c6 27.e5 b6 28.Tf1 Ke7 29.Tf6 Kd7 30.e6+ Ke7 31.Ke5 Kd8 32.Kd6 Ke8 33.e7 c5 34.Tf8#

1-0

Butschek, Marc - Ruehmer, Tobias
DEM u8 m, 2001

Michael Zeuner


1.d4 d5 2.Sc3 Sf6 3.Sf3 Lf5 4.Lf4 e6 5.Sb5 Ld6 6.e3 Lxf4 7.exf4 O-O 8.Le2 Sc6 9.O-O a6 10.Sc3 Dd6 11.Se5 Tae8 12.Lg4 Lxg4 13.Sxg4 Sxg4 14.Dxg4 Sxd4 15.Tac1 e5?! Besser ist erst c5 zu spielen, um den Springer zu decken. Die Idee ist aber richtig: Die Stellung oeffnen, um mit dem Mehrbauer Figuren zu tauschen. 16.fxe5 Txe5?
[16...Dxe5 Der Springer muss nun gedeckt werden.]
17.h3?
[17.Dxd4 ...und Schwarz hat einfach eine Figur mehr.]
17...Tfe8 18.g3 h6 19.Dxd4 Nachdem sowohl Schwarz als auch Weiss den Springer einige Zuege ignoriert haben, wurde er nun geschlagen. Durch die nutzlosen Bauernzuege ist es Schwarz aber gelungen, die offene Linie zu besetzen. c5 20.Da4 d4 21.Tcd1 De6 22.f4? Schwaecht die Koenigsstellung zu sehr. Der Springer muss hier zurueckziehen. Tf5?
[22...Te3 Entweder Schwarz bekommt den Springer zurueck oder seine Schwerfiguren werden den weissen Koenig mattsetzen. Schwarz steht hier klar besser. 23.Kg2
(23.Sb1? Txg3+ 24.Kh2 (24.Kf2 De3#) 24...Dxh3#)
23...dxc3 24.bxc3 b5 25.Db3 De4+ ... und Schwarz wird bald gewonnen haben. Der weisse Koenig hat keinen Schutz mehr.]
23.Tfe1! Nun gewinnt Weiss. Dc8?
[23...Dxe1+ 24.Txe1 Txe1+ 25.Kf2 Te7 .. und Schwarz kann noch mitspielen.]
24.Txe8+ Dxe8 25.Dxe8+ Kh7 26.De4 g6 27.Sa4 Th5 28.Dxb7 Kg7 29.Sb6 Txh3 30.Dxa6 Txg3+ 31.Kf2 Tg4 32.Kf3 Th4 33.Sd7 g5 34.Df6+ Kg8 35.fxg5 Th3+ 36.Kg4 Th2 37.Te1 h5+ 38.Kg3 Txc2 39.Te8+ Kh7 40.Sf8+
[40.Th8#]
40...Kg8 41.Se6+ Kh7 42.Dg7#

1-0